Deutsche Tageszeitung - Nach Kontroverse um Berlinale-Chefin Tuttle: Weimer sieht Wogen "sehr geglättet"

Nach Kontroverse um Berlinale-Chefin Tuttle: Weimer sieht Wogen "sehr geglättet"


Nach Kontroverse um Berlinale-Chefin Tuttle: Weimer sieht Wogen "sehr geglättet"
Nach Kontroverse um Berlinale-Chefin Tuttle: Weimer sieht Wogen "sehr geglättet" / Foto: © AFP/Archiv

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sieht nach der Kontroverse um Berlinale-Intendantin Tricia Tuttle keine Spannungen mehr zwischen Politik und Filmbranche. "Die Wogen haben sich sehr geglättet", sagte Weimer am Freitag dem Bayerischen Rundfunk. "Ich stehe mit Tricia Tuttle in einem guten Austausch. Die Planungen für die nächste Berlinale sind angelaufen."

Textgröße ändern:

Im März gab es Spekulationen um eine Ablösung Tuttles. Auslöser war ihr Umgang mit israelfeindlichen Äußerungen auf dem Filmfestival. Mit der Intendantin solidarisierten sich in offenen Briefen tausende Filmschaffende. SPD, Grüne und Linke stellten sich ebenfalls hinter Tuttle.

Unter Weimers Leitung tagte daraufhin mehrmals der Aufsichtsrat der Berlinale-Trägergesellschaft - mit dem Ergebnis, dass Tuttle im Amt blieb. Zugleich erhielt sie neue Vorgaben für ihre Arbeit. So wurde unter anderem die Etablierung eines Verhaltenskodex vereinbart.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Kulturinstitutionen starten Kampagne für Vielfalt

Knapp vier Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat ein Bündnis von Kulturinstitutionen des Landes eine Kampagne für Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt gestartet. Die Aktion #stolzaufVielfalt solle deutlich machen, "dass die unterschiedlichen Menschen, Erfahrungen und Perspektiven in unserem Land keine Gegensätze sind, sondern eine gemeinsame Stärke, unsere Kultur", erklärten mehr als ein Dutzend Organisationen am Dienstag in Dessau.

Versehentlich Tod des Königs gemeldet: Britischer Sender verstieß gegen Regeln

Ein britischer Lokal-Radiosender hat im Mai versehentlich eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von König Charles III. gesendet und anschließend gegen Regeln des britischen Rundfunkrats verstoßen. Es handle sich um eine "sehr schwerwiegende Ungenauigkeit", zudem sei nach der Falschmeldung sehr viel Zeit bis zu einer Korrektur verstrichen, rügte der Rundfunkrat am Montag.

Bund will NS- und SED-Gedenkstätten stärker fördern

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will den Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur im kommenden Jahr zusätzlich zehn Millionen Euro zur Verfügung stellen. Davon entfallen fünf Millionen Euro auf Projektförderungen und weitere fünf Millionen Euro auf die institutionelle Stärkung der vom Bund geförderten Gedenkstätten, wie die Regierung am Montag in Berlin mitteilte. Berücksichtigt sind auch Kosten für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Französische Sängerin Vanessa Paradis gibt Trennung von Regisseur Benchetrit bekannt

Die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis und der Regisseur und Schriftsteller Samuel Benchetrit haben sich nach fast zehn Jahren Beziehung getrennt. Die beiden hätten "einvernehmlich ihre Trennung bekannt gegeben", würden sich aber weiterhin "mit Respekt und Zuneigung begegnen", teilte Paradis' Agent am Donnerstag in einer Erklärung mit. Paradis und Benchetrit hatten am 30. Juni 2018 geheiratet.

Textgröße ändern: