Deutsche Tageszeitung - Deutscher Filmpreis geht an "In die Sonne schauen"

Deutscher Filmpreis geht an "In die Sonne schauen"


Deutscher Filmpreis geht an "In die Sonne schauen"
Deutscher Filmpreis geht an "In die Sonne schauen" / Foto: © AFP/Archiv

Das Filmdrama "In die Sonne schauen" ist bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises als bester Spielfilm ausgezeichnet worden. Der Film von Regisseurin Mascha Schilinski erhielt bei der Gala am Freitagabend in Berlin die begehrte Lola. Die Auszeichnung gilt als die wichtigste deutsche Ehrung für Filmschaffende. Die Veranstaltung war aufgrund technischer Probleme zwischenzeitlich unterbrochen worden.

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Der Film "Gelbe Briefe", der bei der Berlinale den Goldenen Bären erhalten hatte, gewann die Lola in Silber. Mit dem Preis in Bronze wurde in der Kategorie bester Spielfilm "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" gewürdigt. Die Lola für das beste Drehbuch erhielten die Autorinnen Mascha Schilinski und Louise Peter für "In die Sonne schauen".

Den Preis für die beste männliche Hauptrolle erhielt der Schauspieler August Diehl für seine Darbietung in der Produktion "Das Verschwinden des Josef Mengele". Senta Berger wurde für ihre Rolle in "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" in der Kategorie beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnet. Zum besten Dokumentarfilm wurde "Siri Hustvedt - Dance Around the Self" gekürt, bester Kinderfilm wurde "Zirkuskind".

Den diesjährigen Ehrenpreis bekam der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Wim Wenders, was schon im Vorfeld verkündet worden war. Der 80-Jährige sei als Filmemacher "absolut einzigartig" und seit mehr als fünf Jahrzehnten eine "Ikone des Weltkinos", hieß es zur Begründung. Wenders feierte mit "Paris, Texas", "Der Himmel über Berlin" oder "Buena Vista Social Club" große Erfolge, sein japanischer Spielfilm "Perfect Days" über einen als Toilettenreiniger in Tokio arbeitenden Mann war 2024 für Japan für den Oscar nominiert.

Die seit 1951 jährlich verliehene Lola gilt als die wichtigste deutsche Auszeichnung für Filmschaffende. Neben Spielfilmen werden auch Dokumentar- und Kinderfilme ausgezeichnet. Die Lola ist mit Preisgeldern von insgesamt knapp drei Millionen Euro dotiert, die Entscheidung über die Preisvergabe treffen die Mitglieder der Deutschen Filmakademie.

Im vergangenen Jahr wurde der Film "September 5" über das Münchner Olympia-Attentat von 1972 ausgezeichnet. 2024 hatte das Drama "Sterben" von Regisseur Matthias Glasner die goldene Lola gewonnen.

(N.Loginovsky--DTZ)

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