Deutsche Tageszeitung - Polizei findet bei Drogenrazzia in Pariser Vorort Picasso-Gemälde

Polizei findet bei Drogenrazzia in Pariser Vorort Picasso-Gemälde


Polizei findet bei Drogenrazzia in Pariser Vorort Picasso-Gemälde
Polizei findet bei Drogenrazzia in Pariser Vorort Picasso-Gemälde / Foto: © AFP/Archiv

Spektakulärer Zufallsfund bei einer Razzia in einem Vorort von Paris: Bei der Durchsuchung eines Hauses in Champigny-sur-Marne entdeckte die Polizei ein Gemälde des spanischen Jahrhundertmalers Pablo Picasso. "Dieser Fund erfolgte im Zusammenhang mit einer Ermittlung wegen des Handels mit Rauschmitteln", teilte die Staatsanwaltschaft von Créteil am Samstag mit. Nach dem überraschenden Fund seien Ermittlungen wegen Diebstahls und Hehlerei eingeleitet worden.

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Das Gemälde wurde als echter Picasso bestätigt, die Staatsanwaltschaft machte aber keine näheren Angaben über das Werk. Laut der französischen Tageszeitung "Le Parisien" hatte die Kriminalpolizei am Montag ein Haus in der östlich von Paris gelegenen Gemeinde durchsucht. Dabei fanden die Ermittler neben dem Picasso auch Haschisch, Luxuskleider und mehrere tausend Euro in bar. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden vier Verdächtige am Freitag einem Richter vorgeführt.

"Le Parisien" spekulierte darüber, ob es sich bei dem Bild um das Picasso-Werk "Pigeon aux petits pois" ("Taube mit grünen Erbsen") aus dem Jahr 1911 handeln könnte. Es war 2010 bei einem aufsehenerregenden Kunstdiebstahl gemeinsam mit anderen Meisterwerken aus dem städtischen Museum für moderne Kunst in Paris entwendet worden. 2017 wurde der als "Spiderman" bekannt Kunstdieb Vjéran Tomic dafür zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt, der Picasso blieb indes verschollen.

(L.Svenson--DTZ)

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