Deutsche Tageszeitung - Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält in diesem Jahr Georg-Büchner-Preis

Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält in diesem Jahr Georg-Büchner-Preis


Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält in diesem Jahr Georg-Büchner-Preis
Schriftstellerin Christine Wunnicke erhält in diesem Jahr Georg-Büchner-Preis / Foto: © AFP/Archiv

Die Schriftstellerin Christine Wunnicke wird in diesem Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt. Wunnicke erhalte die Auszeichnung "für ihr stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk, das an so unterschiedlichen Schauplätzen wie Hollywood, Nagasaki oder Paris angesiedelt ist", teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Donnerstag in Darmstadt mit.

Textgröße ändern:

Die Jury würdigte Wunnickes "brillante Kunst". In ihren Werken mache sie "im vermeintlich Historischen das Fiktionale sichtbar und ermöglicht so einen entlarvenden Blick auf die europäische Wissenschafts- und Kolonialgeschichte, ohne dabei die Empathie für ihre Figuren zu verleugnen". Ihre von subtilem Sprachwitz getragenen Romane vereinten wie nur selten "das Unterhaltende und die anspruchsvolle Reflexion auf so großartige wie diskrete Weise", begründete die Jury ihre Entscheidung weiter.

Wunnicke schrieb unter anderem "Jetlag" (2000), "Der Fuchs und Dr. Shimamura" sowie zuletzt "Wachs" (2025). Sie erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis und den Literaturpreis der Landeshauptstadt München.

Der mit 50.000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis wird am 24. Oktober in Darmstadt überreicht. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung vergibt den Preis seit 1951 an Schriftsteller, deren Arbeit sie als herausragend bewertet.

Die Ehrung gilt als eine der wichtigsten im deutschen Literaturbetrieb. Finanziert wird der Preis von der Bundesregierung, der hessischen Landesregierung und der Stadt Darmstadt. Im vergangenen Jahr ging er an die Schriftstellerin Ursula Krechel.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Warnung vor AfD-Regierung: Bildschirm bei MDR-Sendung in Sachsen-Anhalt schwarz

Als Warnung vor den Folgen einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt hat der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) eine Nachrichtensendung vorübergehend mit einem schwarzen Bildschirm unterbrochen. "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Keinen MDR mehr in Sachsen-Anhalt? Und damit auch kein MDR Sachsen-Anhalt heute? Das könnte passieren", war am Montagabend während der Sendung "MDR Sachsen-Anhalt heute" auf schwarzem Hintergrund zu lesen und von einer Stimme im Off zu hören.

"Unglücklicher Fehler": Münchner Fußball-Stadion auf Medaille für Marathon-Läufer in Sydney

Münchner Fußball-Stadion auf australischer Marathon-Medaille: Die Organisatoren der bevorstehenden Laufveranstaltung in Sydney haben am Sonntag einen Fehler bei der Gestaltung der Medaille eingeräumt, nachdem sie im Onlinedienst Instagram vorgestellt wurde. Auf einer Seite zeigt die Medaille Sehenswürdigkeiten an der Laufstrecke in der australischen Metropole, darunter das berühmte Opernhaus, die Harbour Bridge - und fälschlicherweise die Allianz-Arena in der bayerischen Landeshauptstadt.

Eklat um Weihnachtsbaum vor Kita in Hamburg: Urteil gegen Aufsteller rechtskräftig

Mehr als zweieinhalb Jahre nach einem Eklat um einen von einem Geschäftsmann eigenmächtig vor einer Kita in Hamburg aufgestellten Weihnachtsbaum ist der Fall strafrechtlich abgeschlossen. Das Oberlandesgericht der Hansestadt verwarf die Revision des 2025 wegen Hausfriedensbruchs verwarnten Angeklagten, wie eine Gerichtssprecherin am Freitag mitteilte. Damit wurde das entsprechende Urteil des Hamburger Landgerichts rechtskräftig.

Farbattacke auf Bernd das Brot: Figur von Fernsehcharakter in Erfurt beschmiert

In Erfurt haben Unbekannte eine Farbattacke auf eine großformatige Nachbildung des Fernsehcharakters Bernd das Brot verübt. Wie die Polizei in der thüringischen Landeshauptstadt am Freitag mitteilte, beschmierten sie die neben dem Rathaus aufgestellte Figur "vollständig mit silberner Farbe". Passanten bemerkten die Sachbeschädigung demnach am Freitag und verständigten die Beamten. Die Ermittler suchten nach Zeugen.

Textgröße ändern: