Deutsche Tageszeitung - US-Staatsanwaltschaft stellt Verfahren in Streit um Schäden an "Reflecting Pool" ein

US-Staatsanwaltschaft stellt Verfahren in Streit um Schäden an "Reflecting Pool" ein


US-Staatsanwaltschaft stellt Verfahren in Streit um Schäden an "Reflecting Pool" ein
US-Staatsanwaltschaft stellt Verfahren in Streit um Schäden an "Reflecting Pool" ein / Foto: © AFP

Im Streit um die Schäden an einem von US-Präsident Donald Trump renovierten Wasserbecken in Washington hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den ehemaligen US-Olympiateilnehmer David Hearn eingestellt. Neue Erkenntnisse "untergraben die Beweisgrundlage für die Anklage", erklärte Staatsanwältin Jeanine Pirro am Freitag. Die von Trump angeordneten überstürzten Renovierungsarbeiten seien in Wirklichkeit einfach nur verpfuscht worden.

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Hearn war im Juni festgenommen worden, weil er das Becken im Juni mutwillig beschädigt haben soll. Er wurde von einem Bundesgericht wegen schwerer Sachbeschädigung angeklagt. Dem 67-Jährigen drohten bis zu zehn Jahre Haft.

Hearn war am 19. Juni bei einem Besuch an dem sogenannten Reflecting Pool festgenommen worden, in dem sich der Obelisk zu Ehren des früheren Präsidenten George Washington und auf der anderen Seite das Lincoln-Denkmal spiegeln. Er habe während einer Fahrradtour an dem Wasserbecken angehalten, um sich die von Trump beauftragten Arbeiten selbst anzusehen, sagte er US-Medien nach seiner Festnahme.

Pirro warf ihm jedoch aufgrund von Zeugenberichten die absichtliche Beschädigung öffentlichen Eigentums vor. Hearns Anwalt Norm Eisen warf Trump dagegen vor, unschuldige Bürger zum "Sündenbock" für verpfuschte Renovierungsarbeiten zu machen.

Nach einem von Trump veranlassten Neuanstrich des Beckens in Schwimmbadfarbe hatte sich der Bodenbelag teils abgelöst. Trump machte dafür "Vandalen" verantwortlich.

Seit der Wiedereröffnung ist das Wasserbecken zudem von Algen befallen. Um diese zu bekämpfen, sollen öffentliche Bedienstete Chemikalien ins Wasser eingeleitet haben. Dies kann laut Experten dazu führen, dass sich der Bodenbelag ablöst.

Presseberichten zufolge kostete die Renovierung rund 14 Millionen Dollar (gut zwölf Millionen Euro). Sie erfolgte kurz vor den 250-Jahr-Feiern der USA am 4. Juli. Den Auftrag erhielt ein mit Trump befreundeter Unternehmer ohne jede öffentliche Ausschreibung. Dasselbe Unternehmen soll die Schäden nun ausbessern.

Hearns Anwälte erklärten am Freitag, dass der Fall "niemals hätte vor Gericht gebracht werden dürfen". Die Einstellung des Verfahrens mache "den Missbrauch staatlicher Macht bei der Festnahme und Anklage eines patriotischen Amerikaners, der nichts Unrechtes getan hat, nicht ungeschehen". Von Trumps Regierung forderten sie eine Entschuldigung bei ihrem Mandanten.

(N.Loginovsky--DTZ)

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