Deutsche Tageszeitung - Eurovision Song Contest 2027 findet in bulgarischer Küstenstadt Burgas statt

Eurovision Song Contest 2027 findet in bulgarischer Küstenstadt Burgas statt


Eurovision Song Contest 2027 findet in bulgarischer Küstenstadt Burgas statt
Eurovision Song Contest 2027 findet in bulgarischer Küstenstadt Burgas statt / Foto: © AFP/Archiv

Die bulgarische Küstenstadt Burgas ist Gastgeber des Eurovision Song Contest 2027: Wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) und der bulgarische Fernsehsender BNT am Donnerstag mitteilten, setzte sich die Stadt am Schwarzen Meer gegen die Hauptstadt Sofia durch. Das 71. ESC-Finale findet nun am 15. Mai 2027 in der Arena Burgas statt, Bulgariens modernster Sport- und Veranstaltungshalle.

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Dass der nächste ESC in Bulgarien stattfinden wird, ist seit dem Sieg der bulgarischen Sängerin Dara im Mai in Wien klar. Nun fiel die Entscheidung über den genauen Austragungsort: Veranstaltet werden das ESC-Finale am 15. Mai und die beiden Halbfinals am 11. und 13. Mai in der Arena Burgas. In die erst 2023 eröffnete Halle mit 5500 Sitzplätzen passen bis zu 15.000 Menschen.

Ausschlaggebend war neben der modernen Halle, dass es in Burgas viele Hotels gibt und die Stadt international gut angebunden ist: Burgas ist mit rund 190.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die viertgrößte Stadt Bulgariens. Mit ihrem großen Hafen und Flughafen ist sie ein wichtiges Drehkreuz für Handel und Tourismus. Über Burgas, das auch eigene Sandstrände hat, reisen viele Feriengäste in die umliegenden Badeorte.

Bürgermeister Dimitar Nikolow sagte, es sei "eine Ehre und ein Privileg", den ESC auszurichten. Er bedankte sich für die "einmalige Gelegenheit", dem internationalen Publikum des ESC die Stadt "und die Schönheit Bulgariens" zu zeigen. "Wir werden unser Bestes geben, um als erfolgreicher Gastgeber in Erinnerung zu bleiben", sagte er.

Der ESC wird traditionsgemäß vom Siegerland des Vorjahres ausgerichtet. In diesem Jahr hatte die bulgarische Sängerin Dara das Finale in Wien mit dem Song "Bangaranga" gewonnen. Es war der erste Sieg für das osteuropäische EU-Land in dem Wettbewerb.

131 Millionen Menschen hatten im Mai das ESC-Finale verfolgt - 35 Millionen weniger als im Vorjahr. Wegen des Kriegs im Gazastreifen hatte es in diesem Jahr heftigen Streit um die Teilnahme Israels gegeben. Fünf traditionelle Teilnehmerländer, darunter Spanien und die Niederlande, boykottierten deshalb die Veranstaltung.

Vor dem Hintergrund der Kontroverse gaben die Veranstalter am Mittwochabend bekannt, dass Länder im Kriegszustand nicht Gastgeber des Musikwettbewerbs sein dürfen. Den neuen ESC-Regeln zufolge darf ab sofort auch kein Land den ESC ausrichten, wenn "eine heikle geopolitische Lage oder eine sonstige Situation die Sicherheit oder Stabilität des betreffenden Staates oder der unmittelbaren Region erheblich beeinträchtigen".

(U.Kabuchyn--DTZ)

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