Deutsche Tageszeitung - Söder wechselt Gesundheitsminister aus - Holetschek folgt auf Huml

Söder wechselt Gesundheitsminister aus - Holetschek folgt auf Huml


Söder wechselt Gesundheitsminister aus - Holetschek folgt auf Huml
Söder wechselt Gesundheitsminister aus - Holetschek folgt auf Huml / Foto: ©

Mitten in der Corona-Pandemie vollzieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) einen Chefwechsel im Münchner Gesundheitsministerium: Gesundheitsministerin Melanie Huml wechselt als Ministerin in die bayerische Staatskanzlei, ihre Nachfolge tritt der bisherige Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (beide CSU) an, wie Söder am Mittwoch in München mitteilte. Söder bezeichnete den Wechsel als Ergebnis jüngster Überlegungen, wie "Struktur und Aufstellung" der Landesregierung in der Pandemie noch optimiert werden könnten.

Textgröße ändern:

"Ich habe mir über die Feiertage nochmal grundlegend überlegt, wie unsere Aufstellung bei Corona ist, inhaltlich aber auch personell", sagte Söder. Er habe die Entscheidung über den Wechsel in seiner "Verantworung als Ministerpräsident nach Rücksprache mit dem Koalitionspartner und der Fraktion" getroffen. Es handle sich nicht um eine Einzelentscheidung in dem Sinn, dass sie "auf Grund eines Anlasses" erfolgt sei.

Huml werde ab Montag als Ministerin der Staatskanzlei speziell für Europa und Internationales zuständig sein und zudem den Corona-Krisentab verstärken, kündigte Söder an. Der Ministerpräsident und CSU-Chef hob zudem hervor, er habe eine "ganz hohe Wertschätzung" für Humls Erfahrung und ihre Leistungen in der Vergangenheit.

Humls designierten Nachfolger Holetschek bezeichnete Söder als "Macher und Entscheider". Der bayerische Regierungschef dankte beiden für die jeweilige Bereitschaft, die neuen Aufgaben und den damit verbundenen Perspektivwechsel "gemeinsam anzunehmen".

Huml war im vergangenen Jahr wegen Pannen bei den Coronatests in Bayern stark in die Kritik geraten, Söder hielt allerdings an ihr fest. Die bayerische Staatsregierung hatte damals eingestehen müssen, dass zuvor bekannt gewordene Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen weitaus größere Ausmaße hatten als bis dahin bekannt.

Die 45-jährige Ärztin Huml ist seit Oktober 2013 Gesundheitsministerin in Bayern. Ihr designierter Nachfolger Holetschek saß von 1998 bis 2002 für die CSU im Bundestag. Seit dem vergangenen August ist der 56-Jährige Staatssekretär im bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Söder gab den Wechsel im Landesgesundheitsministerium nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts zur Corona-Krise am Mittwoch bekannt. Dabei teilte der bayerische Ministerpräsident mit, dass es nun auch in Bayern einen bestätigten Infektionsfall mit dem in Großbritannien nachgewiesenen mutierten Coronavirus gibt. Betroffen sei eine Reiserückkehrerin aus dem Vereinigten Königreich.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Iran-Krieg: Hegseth schätzt Kosten auf 37,5 Milliarden Dollar - USA greifen erneut an

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzt die bisherigen Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar (knapp 33 Milliarden Euro). Diese Zahl nannte er am Dienstag in einer Senatsanhörung, in der er einen Antrag auf zusätzliche Mittel in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar verteidigte. Die US-Armee flog wenig später neue Angriffe auf den Iran - auch in der Hauptstadt Teheran wurde nach Angaben der Staatsmedien die Luftabwehr aktiviert.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze: BSW wird "gemeinsame Sache" mit AfD machen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) ist davon überzeugt, dass das BSW nach der in seinem Bundesland stattfindenden Landtagswahl "gemeinsame Sache" mit der AfD machen werde. Sollte das BSW in den neuen Landtag einziehen, dann werde es der AfD an die Macht verhelfen wollen, sagte der CDU-Spitzenkandidat den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgabe).

Hegseth schätzt bisherige Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schätzt die bisherigen Kosten des Iran-Krieges auf 37,5 Milliarden Dollar (knapp 33 Milliarden Euro). Diese Zahl nannte er am Dienstag in einer Anhörung in einem Senatsausschuss, in der er einen Antrag auf zusätzliche Mittel für das Pentagon in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar verteidigte. Das neue Geld sei "dringend" notwendig, um die Kosten für den Iran-Krieg bis Ende September zu decken, argumentierte er.

Regierung will Beauftragten für Opfer von Terrorakten

Die Bundesregierung will die Unterstützung für von Terrorakten betroffene Menschen verbessern. Das Kabinett berät in seiner Sitzung am Mittwoch (10.00 Uhr) über die Einrichtung des Amts eines oder einer Beauftragten für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen Straftaten im Inland. In einem weiteren Gesetzentwurf geht es um den Ausbau der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, die mehr Eigenständigkeit erhalten soll.

Textgröße ändern: