Deutsche Tageszeitung - Drei Deutsche wegen Verdachts der Terrorismusfinanzierung vorläufig festgenommen

Drei Deutsche wegen Verdachts der Terrorismusfinanzierung vorläufig festgenommen


Drei Deutsche wegen Verdachts der Terrorismusfinanzierung vorläufig festgenommen
Drei Deutsche wegen Verdachts der Terrorismusfinanzierung vorläufig festgenommen / Foto: ©

Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag in Ulm, Delmenhorst und München zwei Männer und eine Frau wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung vorläufig festnehmen lassen. Sie würden noch im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der über den Erlass von Haftbefehlen entscheidet, teilte die Behörde in Karlsruhe mit. Die drei Beschuldigten sollen einem internationalen Netzwerk angehören, das die syrische Islamistenmiliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) fördert.

Textgröße ändern:

Die Deutschen Önder A. und Tassilo M. sollen als Finanzmittler tätig gewesen und Spenden an die HTS in Empfang genommen oder weitergeleitet haben. Valdete M., die neben der deutschen auch die serbische und kosovarische Nationalität besitzt, soll ebenfalls Spenden weitergeleitet haben.

Das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg durchsuchten neben den Wohnungen der drei vorläufig Festgenommenen noch elf weitere Wohnungen in verschiedenen Bundesländern. Gegen die dort Wohnenden bestehe der Anfangsverdacht, dass sie als Spendensammler für die HTS tätig gewesen seien oder selbst gespendet hätten, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Die drei vorläufig Festgenommenen werden auch der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland und des Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz verdächtigt.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Indischer Oppositionsführer Gandhi nach Festnahme bei Protesten wieder auf freiem Fuß

Einen Tag nach seiner Festnahme bei Protesten gegen Missstände im Bildungssystem ist der indische Oppositionsführer Rahul Gandhi wieder freigekommen. Gandhi hatte sich am Dienstag an einer Protestkundgebung vor der Residenz von Premierminister Narendra Modi in der Hauptstadt Neu Delhi beteiligt und war zusammen mit anderen Menschen festgenommen worden. In Onlinemedien hatte Gandhi zudem Modis Rücktritt verlangt.

Kulturstaatsminister Weimer will nur eine Legislaturperiode in Amt bleiben

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) will nur eine Legislaturperiode im Amt bleiben. "Exakt eine Legislaturperiode - nicht länger", sagte der 61-Jährige der Illustrierten "Bunte" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. In vier Jahren könne viel erreicht werden. Seine Bilanz nach 16 Monaten im Amt sei positiv. Er sehe sich als Anwalt der Kultur, nicht als Kontrolleur.

Spahn-Nachfolge: Fraktionsvorstand hält digitale Sitzung mit Merz und Söder ab

Wegen der Nachfolge des zurückgetretenen Fraktionschefs Jens Spahn (CDU) hält der Vorstand der Unionsfraktion am Nachmittag eine digitale Sitzung mit den Parteichefs Friedrich Merz (CDU) und Markus Söder (CSU) ab. Eine entsprechende SMS von Interims-Fraktionschef Alexander Hoffmann (CSU) und Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) an den Fraktionsvorstand lag der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vor.

Kretschmer kritisiert Brandmauer zu AfD: "Müssen mit jedem reden"

Angesichts der Mehrheitsverhältnisse in Ostdeutschland hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Gesprächsbereitschaft mit allen anderen Parteien gefordert. "Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt", sagte Kretschmer dem "Handelsblatt" nach Angaben vom Mittwoch. "Wir müssen mit jedem reden, der reden will."

Textgröße ändern: