Deutsche Tageszeitung - US-Justiz erhebt nach Sturm auf Kapitol Anklage gegen 15 Randalierer

US-Justiz erhebt nach Sturm auf Kapitol Anklage gegen 15 Randalierer


US-Justiz erhebt nach Sturm auf Kapitol Anklage gegen 15 Randalierer
US-Justiz erhebt nach Sturm auf Kapitol Anklage gegen 15 Randalierer / Foto: ©

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol hat die US-Justiz auf Bundesebene Anklage gegen 15 Randalierer erhoben. Unter den Beschuldigten befindet sich nach Angaben des US-Justizministeriums vom Freitag ein Mann, bei dem mehrere Molotow-Cocktails gefunden wurden. Auch der Mann, der in das Büro der demokratischen Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, eindrang, wurde angeklagt.

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Im Truck eines der Beschuldigten in der Nähe des Kapitols seien elf Molotow-Cocktails gefunden worden, erklärte Bundesstaatsanwalt Ken Cole. Ein weiterer Randalierer habe ein Mitglied der Kapitol-Polizei geschlagen, als er sich einen Weg ins Kongressgebäude bahnte. Ein dritter Beschuldigter betrat das Kapitol demnach mit geladener Waffe.

Richard Barnett, der in das Büro der Demokratin Pelosi eindrang, dort für die Kameras posierte und eine beleidigende Nachricht hinterließ, wurde laut Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Arkansas festgenommen. Ihm wird insbesondere "gewaltsames Eindringen" ins Kapitol vorgeworfen.

Die Staatsanwaltschaft kündigte zahlreiche weitere Verhaftungen und Anklagen an. "Wir haben buchstäblich Hunderte Staatsanwälte und Mitarbeiter, die rund um die Uhr von drei Kommandozentralen aus arbeiten", sagte Bundesstaatsanwalt Cole.

Kritiker haben auch ein gerichtliches Vorgehen gegen den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump und dessen Anwalt Rudy Giuliani ins Spiel gebracht. Trump hatte seine Anhänger vor der Sitzung des Kongresses am Mittwoch aufgerufen, gegen das Wahlergebnis zu protestieren. Vor Gericht muss er sich dafür jedoch voraussichtlich nicht verantworten: "Wir erwarten keine Beschuldigungen dieser Art", teilte Cole mit.

Wütende Trump-Anhänger waren am Mittwoch ins Kapitol in Washington eingedrungen. Wegen der Ausschreitungen mussten die Parlamentarier in Sicherheit gebracht werden. Eine Demonstrantin wurde von der Polizei erschossen, drei weitere Menschen kamen bei medizinischen Notfällen im Umfeld des Parlamentssitzes ums Leben. Am Donnerstag erlag zudem ein Polizist seinen Verletzungen.

(U.Beriyev--DTZ)

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