Deutsche Tageszeitung - Ramelow kann sich Verschiebung von Thüringer Landtagswahl vorstellen

Ramelow kann sich Verschiebung von Thüringer Landtagswahl vorstellen


Ramelow kann sich Verschiebung von Thüringer Landtagswahl vorstellen
Ramelow kann sich Verschiebung von Thüringer Landtagswahl vorstellen / Foto: ©

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) kann sich wegen der Coronapandemie eine Verschiebung der für den 25. April geplanten vorgezogenen Landtagswahl vorstellen. Wenn im Januar und Februar keine Bewegung in die Infektionszahlen komme, "werden wir auch das mitentscheiden müssen", sagte Ramelow am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". Alle Beteiligten müssten darüber nachdenken. 30.000 Wahlhelfer müssten geschützt werden.

Textgröße ändern:

Ramelow betonte aber auch, dass ihn als Ministerpräsident die Entscheidung über den Wahltermin "im Moment nichts angeht". Er wolle den Beratungen der Parteien in dieser Woche nicht vorgreifen. Die Spitzen von Linker, SPD, CDU und Grünen wollen laut dem Mitteldeutschen Rundfunk am Donnerstag über die Wahl beraten.

In Thüringen sind die Infektionszahlen sehr hoch. Am Sonntag wurde landesweit die Sieben-Tage-Inzidenz von 300 überschritten. Das Virus nehme jetzt erst richtig Fahrt auf, sagte Ramelow. "Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt." Er appellierte an die Wirtschaft, möglichst alles zu unterlassen, was momentan nicht notwendig sei.

Die vorgezogene Landtagswahl hatten Linke, CDU, SPD und Grüne im Frühjahr 2020 vereinbart. Kurz zuvor hatte sich überraschend der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten wählen lassen, er trat aber nach einem Tag zurück.

Ramelow, der Kandidat der stärksten Fraktion, führt seit März eine Minderheitsregierung mit SPD und Grünen. Die drei Parteien verständigten sich mit der CDU darauf, nach der Verabschiedung des Haushalts den Landtag aufzulösen, so dass eine vorgezogene Neuwahl stattfinden können.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Bundesregierung sagt syrischem Übergangspräsidenten Hilfe bei Wiederaufbau zu

Die Bundesregierung und deutsche Unternehmen haben dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes nach 14 Jahren Bürgerkrieg zugesichert. "Wir stehen an der Seite Syriens", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Montag bei einem deutsch-syrischen Wirtschaftstreffen im Auswärtigen Amt anlässlich von al-Scharaas Antrittsbesuch in Berlin. "Die Syrer verdienen eine Chance, und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird."

Trump: Womöglich bald "Deal" mit Teheran - US-Präsident will aber "Öl im Iran nehmen"

US-Präsident Donald Trump hat einen "Deal" mit Teheran zur Beendigung des Krieges in Aussicht gestellt. "Das könnte bald sein", sagte Trump am Sonntag. Zugleich drohte er aber, dass er "das Öl im Iran nehmen" wolle und sprach von einer möglichen US-Einnahme der für die iranischen Ölexporte wichtigen Insel Charg.

Wadephul sagt syrischem Übergangspräsidenten deutsche Hilfe bei Wiederaufbau zu

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa die Unterstützung Deutschlands beim Wiederaufbau des Landes nach 14 Jahren Bürgerkrieg zugesichert. "Wir stehen an der Seite Syriens", sagte Wadephul am Montag bei einem deutsch-syrischen Wirtschaftstreffen in Berlin an die Adresse al-Scharaas gerichtet. "Die Syrer verdienen eine Chance, und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird."

Syriens Übergangspräsident al-Scharaa von Steinmeier in Berlin empfangen

Zum Auftakt seines Berlin-Besuchs ist der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa am Montagmorgen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen worden. Al-Scharaa traf am Schloss Bellevue ein, wo ihn Steinmeier begrüßte. Im weiteren Verlauf des Besuchs sind zunächst die Teilnahme al-Scharaas an einem deutsch-syrischen Wirtschaftsforum im Auswärtigen Amt sowie am Mittag ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geplant.

Textgröße ändern: