Deutsche Tageszeitung - Pro Asyl fordert wegen Antragsrückgangs großzügige Aufnahme von Flüchtlingen

Pro Asyl fordert wegen Antragsrückgangs großzügige Aufnahme von Flüchtlingen


Pro Asyl fordert wegen Antragsrückgangs großzügige Aufnahme von Flüchtlingen
Pro Asyl fordert wegen Antragsrückgangs großzügige Aufnahme von Flüchtlingen / Foto: ©

Wegen der rückläufigen Asylzahlen fordert die Organisation Pro Asyl mehr Großzügigkeit bei der Aufnahme von Flüchtlingen. "Deutschland hat Platz, die Bundesregierung muss sich ihrer humanitären und menschenrechtlichen Verantwortung stellen", erklärte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt am Montag. "Wir fordern Initiativen zur sofortigen Beendigung der illegalen Pushbacks durch Kroatien und Griechenland an der EU-Außengrenze."

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Das Totschweigen und die Tolerierung dieses "Menschenrechtsbruchs" müssten aufhören, erklärte Burkhardt. "Weder vor den Toren Europas in Bosnien noch in den Elendslagern in der EU wie auf Lesbos und anderen griechischen Inseln gibt es eine Perspektive auf Schutz und Asyl." Deutschland müsse mit der portugiesischen EU-Ratspräsidentschaft aktiv werden und selbst vorangehen. Evakuierung, Aufnahme und der Zugang zum Asylverfahren in der EU seien das Gebot der Stunde. In Deutschland seien erhebliche Aufnahmekapazitäten frei.

Nach Angaben des Bundesinnenministerium vom Sonntag wurden im vergangenen Jahr rund 76.000 Asylerstanträge gestellt - 31,5 Prozent oder rund 35.000 weniger als 2019. Die hauptsächlichen Herkunftsländer waren 2020 Syrien, Afghanistan, Irak und die Türkei. Zusätzlich wurden nach Angaben des Innenministeriums rund 26.500 Asylerstanträge für in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr gestellt, sowie rund 19.500 Asylfolgeanträge. Insgesamt gab es demnach rund 122.000 Anträge.

(I.Beryonev--DTZ)

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