Deutsche Tageszeitung - Pompeo bezeichnet Iran als neue "Heimatbasis" für Terrornetzwerk Al-Kaida

Pompeo bezeichnet Iran als neue "Heimatbasis" für Terrornetzwerk Al-Kaida


Pompeo bezeichnet Iran als neue "Heimatbasis" für Terrornetzwerk Al-Kaida
Pompeo bezeichnet Iran als neue "Heimatbasis" für Terrornetzwerk Al-Kaida / Foto: ©

US-Außenminister Mike Pompeo hat den Iran als "neue Heimatbasis" für das Terrornetzwerk Al-Kaida bezeichnet. "Ich würde sagen, dass der Iran in der Tat das neue Afghanistan ist - als zentraler geographischer Knotenpunkt für Al-Kaida", sagte Pompeo am Dienstag bei einer Rede vor dem National Press Club in Washington. Die Situation sei schlimmer als in Afghanistan, da sich Al-Kaida dort in den Bergen versteckt habe, während es im Iran unter dem "Schutz des iranischen Regimes" agiere.

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Der US-Außenminister, der in einer Woche aus dem Amt scheidet, forderte mehr internationalen Druck und nannte die angebliche Allianz zwischen dem Iran und Al-Kaida eine "massive Kraft für das Böse in der ganzen Welt." Forderungen nach einem militärischen Angriff erteilte er jedoch eine Absage. Dieser unterliege bei der Ausführung einem "viel größeren Risiko".

Experten gehen davon aus, dass Teheran Al-Kaida-Kämpfern gestattet hat, sein Territorium zu nutzen. Im Gegenzug habe das Land die Zusage bekommen, nicht von dem Netzwerk angegriffen zu werden. Laut Pompeo hat der Iran Al-Kaida größere Bewegungsfreiheit erlaubt, einschließlich der Ausstellung von Reisedokumenten. "Teheran hat Al-Kaida erlaubt, Geld zu sammeln, frei mit anderen Mitgliedern auf der ganzen Welt zu kommunizieren und viele andere Funktionen auszuführen, die zuvor von Afghanistan und Pakistan aus geleitet wurden", sagte Pompeo.

In seiner Rede bestätigte Pompeo außerdem einen Bericht der "New York Times", wonach die Nummer zwei von Al-Kaida im vergangenen Jahr in Teheran getötet wurde. Er äußerte sich jedoch nicht dazu, wer den Angriff ausgeführt hat.

Pompeo setzte sich während seiner Amtszeit für eine harte Linie gegenüber dem Iran ein. Unter dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden wird eine erneute diplomatische Annäherung der beiden Staaten erwartet.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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