Deutsche Tageszeitung - Tausende Honduraner durchbrechen Polizeisperre an Grenze zu Guatemala

Tausende Honduraner durchbrechen Polizeisperre an Grenze zu Guatemala


Tausende Honduraner durchbrechen Polizeisperre an Grenze zu Guatemala
Tausende Honduraner durchbrechen Polizeisperre an Grenze zu Guatemala / Foto: ©

Mindestens 4500 honduranische Migranten mit dem Ziel USA haben es über die Grenze nach Guatemala geschafft. Nachdem die Menschenmasse am Freitagabend (Ortszeit) an der Grenze eine Polizeiabsperrung durchbrach, gelangte sie in das auf dem Weg in die USA liegende Nachbarland, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Der Polizeichef am guatemaltekischen Grenzposten El Florido schätzte, dass auf diese Weise mindestens 4500 Honduraner zu Fuß über die Grenze gekommen seien.

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Der Polizeichef erklärte, weil zu den Migranten viele Familien mit Kindern zählten, sei ein gewaltsames Vorgehen gegen ihren Grenzübertritt verworfen worden. Die Migranten fliehen nach eigenen Angaben vor Armut und Arbeitslosigkeit sowie der grassierenden Bandengewalt in Honduras. Über Guatemala wollen sie nach Mexiko und dann in die USA gelangen.

Die US-Regierung hatte die Migranten aus Guatemala vorab davor gewarnt, ihre "Zeit und ihr Geld zu verschwenden". Der Leiter der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, Mark Morgan, hatte in der vergangenen Woche betont, dass auch die neue Regierung des Demokraten Joe Biden nicht ihre Grenzen für Migranten aus Zentralamerika öffnen werde. Auch die mexikanische Regierung kündigte Gegenmaßnahmen an und entsandte 500 zusätzlich Grenzschützer in die Bundesstaaten Chiapas und Tabasco, die an Guatemala grenzen.

In den vergangenen Jahren waren tausende Menschen aus zentralamerikanischen Ländern in großen Gruppen nach Mexiko gelaufen, um von dort aus in die USA zu gelangen. Auf Druck der USA verstärkte Mexiko aber seine Militärpräsenz an seinen Grenzen, um Migranten an der illegalen Einreise in die Vereinigten Staaten zu hindern.

Der neue US-Präsident Biden strebt nach eigenen Angaben ein "faires und humanes Einwanderungssystem" an. Zugleich kündigte er an, den Fokus auf die Fluchtursachen in den zentralamerikanischen Staaten zu legen.

(M.Dylatov--DTZ)

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