Deutsche Tageszeitung - Laschet: Wirtschaftliche Corona-Folgen werden erst noch zum Vorschein kommen

Laschet: Wirtschaftliche Corona-Folgen werden erst noch zum Vorschein kommen


Laschet: Wirtschaftliche Corona-Folgen werden erst noch zum Vorschein kommen
Laschet: Wirtschaftliche Corona-Folgen werden erst noch zum Vorschein kommen / Foto: ©

Die Corona-Pandemie wird Deutschland nach Einschätzung des neuen CDU-Vorsitzenden und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet noch lange beschäftigen. "Auch wenn die Pandemie überwunden ist, wird nicht alles gut sein. Denn dann kommen die finanziellen, die wirtschaftlichen und alle anderen Folgen von Corona richtig zum Vorschein", sagte Laschet im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). Laschet warnte auch vor der Unberechenbarkeit von Virus-Mutanten.

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Der neue CDU-Chef unterstrich die Notwendigkeit, die Schäden durch die Corona-Maßnahmen vor allem für Kinder und ihre Bildungschancen mit dem Gesundheitsschutz abzuwägen. In der Phase der Ungewissheit müsse letzterer jedoch absolute Priorität haben. "Die Entwicklungen in Irland und Großbritannien müssen uns eine Warnung sein", sagte Laschet.

Wegen der ansteckenderen und nach Angaben der britischen Regierung möglicherweise auch tödlicheren Virus-Variante B.1.1.7 sei die Entwicklung eines langfristigen Konzepts in der Corona-Politik schwierig, sagte Laschet. Die konkrete Entwicklung der Pandemie lasse sich "gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen".

Zwar sinke die Inzidenz in Deutschland derzeit, doch das neue mutierte Virus sei unberechenbar. "Wie es wirkt, wie schnell es wirkt und in welchen Gruppen es wirkt, das kann abschließend heute niemand fundiert vorhersagen. Deshalb ist äußerste Vorsicht geboten", betonte Laschet.

Die neue Virus-Variante hatte sich zuerst in London und Südengland verbreitet. Großbritannien gehörte bereits zuvor zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern der Welt, durch die Mutante stiegen die Infektionsfälle nochmals sprunghaft.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurde B.1.1.7 mittlerweile in rund 60 Ländern nachgewiesen, darunter Deutschland. Nach Experteneinschätzung ist die Virus-Variante bis zu 70 Prozent ansteckender als das ursprüngliche neuartige Coronavirus.

Die Verbreitung der Mutante ist ein Grund dafür, dass in Deutschland und anderen Ländern die Corona-Restriktionen zuletzt wieder verschärft wurden. Überdies ist in Südafrika eine ebenfalls deutlich ansteckendere Coronavirus-Mutante aufgetreten, die mittlerweile in mehr als 20 Ländern nachgewiesen wurde, darunter Deutschland.

(A.Nikiforov--DTZ)

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