Deutsche Tageszeitung - Biden telefoniert nach Amtseinführung mit Trudeau und López Obrador

Biden telefoniert nach Amtseinführung mit Trudeau und López Obrador


Biden telefoniert nach Amtseinführung mit Trudeau und López Obrador
Biden telefoniert nach Amtseinführung mit Trudeau und López Obrador / Foto: ©

In seinem ersten Telefonat mit einem ausländischen Regierungschef hat der neue US-Präsident Joe Biden mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau gesprochen. Wie die Regierung in Ottawa mitteilte, ging es in dem rund 30-minütigen Telefonat am Freitag (Ortszeit) unter anderem um die Bewältigung der Corona-Pandemie und um Umweltfragen. Auch der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador sprach nach eigenen Angaben bereits mit dem neuen US-Präsidenten.

Textgröße ändern:

Biden und Trudeau hätten vereinbart, in einem Monat erneut miteinander zu sprechen, erklärte das Weiße Haus. Die kanadische Regierung teilte mit, die Gespräche würden die "wichtige Arbeit zur Erneuerung der starken und beständigen Freundschaft zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten voranbringen".

Nach Angaben beider Seiten sprachen Biden und Trudeau auch über die Entscheidung des neuen US-Präsidenten, den Bau der umstrittenen Pipeline Keystone XL zwischen den USA und Kanada zu stoppen. Trudeau habe Biden seine "Enttäuschung" über diesen Schritt mitgeteilt, hieß es aus Ottawa.

Nur wenige Stunden nach seiner Vereidigung hatte Biden am Mittwoch eine entsprechende Verordnung unterzeichnet. Die kanadische Regierung befürwortet die Pipeline, die Öl aus Teersandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta zu Raffinerien im US-Bundesstaat Texas befördern sollte. Die kanadischen Aufsichtsbehörden hatten den Bau von Keystone XL im Jahr 2010 genehmigt.

Umweltschützer hatten in den vergangenen Jahren allerdings immer wieder vor katastrophalen Folgen möglicher Lecks in der Pipeline gewarnt. Sie monierten außerdem, dass bei dem komplizierten Verfahren zur Ölgewinnung aus Teersand zu viel klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt würden.

Der mexikanische Präsident López Obrador schrieb im Online-Dienst Twitter, er habe ein "freundliches und respektvolles" Telefonat mit Biden geführt. Themen des Gesprächs seien unter anderem Migrationsfragen, die Corona-Pandemie und die Zusammenarbeit in der Entwicklungspolitik gewesen. "Alles deutet darauf hin, dass unsere Beziehungen gut für das Wohlergehen unserer Bevölkerungen und Nationen sein werden", schrieb López Obrador.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Parlamentswahl in Serbien: Vucic gesteht Niederlage ein

Nach der Parlamentswahl in Serbien hat der langjährige Präsident Aleksandar Vucic die Niederlage seiner seit vielen Jahren herrschenden Fortschrittspartei eingeräumt. "Auf der Grundlage einer geschichteten Stichprobe ist klar, dass wir diese Wahlen verloren haben", sagte Vucic am Sonntagabend vor seinen Anhängern in der Parteizentrale in Belgrad. Bei der Wahl hatte die aus einer studentischen Protestbewegung hervorgegangene Studentska Lista Vucics Serbische Fortschrittspartei (SNS) herausgefordert.

Debatte über Gewalt nach den Protesten in Frankreich

Nach den Ausschreitungen in Frankreich streiten deutsche und Schweizer Medien über politische Gewalt, staatliche Autorität und die Verantwortung linker Bewegungen.

Dobrindt will Hürden für Vergesellschaftungen erhöhen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant ein Investitionsschutzgesetz, das Vergesellschaftungen an strengere Voraussetzungen und Entschädigungen zum Verkehrswert binden soll.

Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Amtsinhaberin Jotowa laut Prognose nur knapp vorn

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Bulgarien hat die sozialistische Amtsinhaberin Ilijana Jotowa laut ersten Prognosen zwar die meisten Stimmen geholt, aber deutlich schlechter abgeschnitten als erwartet. Wie aus am Sonntagabend veröffentlichten Nachwahlbefragungen hervorgeht, stimmten zwischen 35 und 36,5 Prozent der Wähler für die seit Januar amtierende 62-Jährige, die für einen Dialog mit Russland wirbt. Damit zeichnet sich eine Stichwahl gegen ihren prowestlichen Herausforderer Andrej Gjurow ab.

Textgröße ändern: