Deutsche Tageszeitung - Malische Armee: Hundert Dschihadisten in vergangenen Wochen getötet

Malische Armee: Hundert Dschihadisten in vergangenen Wochen getötet


Malische Armee: Hundert Dschihadisten in vergangenen Wochen getötet
Malische Armee: Hundert Dschihadisten in vergangenen Wochen getötet / Foto: ©

Bei einer gemeinsamen Offensive der malischen und französischen Streitkräfte in dem westafrikanischen Land sind nach Angaben der dortigen Armee seit Anfang des Monats rund hundert Dschihadisten getötet worden. Weitere etwa 20 "Terroristen" seien bei den Einsätzen im Zentrum des Landes festgenommen sowie Militärausrüstung der Dschihadisten beschlagnahmt worden, teilte die malische Armee am Dienstag auf ihrer Website mit.

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Die französischen Streitkräfte hatten zuvor im Januar mitgeteilt, 15 Dschihadisten im malischen Grenzgebiet zu Burkina Faso getötet zu haben. In dem Gebiet ist eine Gruppierung mit Verbindungen zu dem Extremistennetzwerk Al Kaida aktiv.

Frankreich ist im Rahmen seiner Anti-Terror-Mission Barkhane mit rund 5100 Soldaten in der Sahel-Zone im Einsatz. Die dschihadistisch motivierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren auch die Nachbarländer Malis in der Sahel-Zone erreicht. Tausende Soldaten und Zivilisten wurden in der Krisenregion getötet, Hunderttausende mussten aus ihrer Heimat fliehen.

In Mali hatte im August eine Gruppe von Militärs den Präsidenten Ibrahim Boubacar Keita entmachtet. Die danach installierte Militärjunta löste sich jedoch inzwischen auf. Dies geht aus einem Dekret hervor, das auf den 18. Januar datiert ist und von dem die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag eine Kopie erhielt. Das Dekret ist unter anderem von Übergangspräsident Bah Ndaw und Regierungschef Moctar Ouane unterzeichnet.

Mit der Auflösung der Militärjunta wird eine Forderung der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas erfüllt. Unter dem Druck der Ecowas verpflichteten sich die Offiziere, innerhalb von 18 Monaten für die Einsetzung von Übergangsorganen zu sorgen. Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von starker Instabilität geprägt.

(M.Dylatov--DTZ)

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