Deutsche Tageszeitung - Weiterer Prozess gegen rechte Gruppe Freital endet mit Haft- und Bewährungsstrafen

Weiterer Prozess gegen rechte Gruppe Freital endet mit Haft- und Bewährungsstrafen


Weiterer Prozess gegen rechte Gruppe Freital endet mit Haft- und Bewährungsstrafen
Weiterer Prozess gegen rechte Gruppe Freital endet mit Haft- und Bewährungsstrafen / Foto: ©

Das Oberlandesgericht (OLG) Dresden hat weitere Mitglieder und Unterstützer der rechtsextremen Gruppe Freital verurteilt. Ein wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagter Mann erhielt am Donnerstag eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren, wie ein OLG-Sprecher in Dresden sagte. Zwei weitere Mitglieder wurden zu jeweils zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Eine wegen Unterstützung der Gruppe angeklagte Frau erhielt eine Strafe von sechs Monaten auf Bewährung.

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Den Angeklagten wurde vorgeworfen, sich an mehreren Taten der rechtsextremen Gruppe Freital im Jahr 2015 beteiligt oder diese unterstützt zu haben. Die drei angeklagten Männer sollen in unterschiedlicher Beteiligung unter anderem an einem Sprengstoffanschlag auf das Auto eines Freitaler Linken-Stadtrats, an einem Anschlag auf ein Büro der Linkspartei und an einem Sprengstoffanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft beteiligt gewesen sein. Bei diesem Anschlag wurde ein Asylbewerber durch Glassplitter verletzt. Die angeklagte Frau räumte zum Prozessauftakt ein, für ein Foto den Hitlergruß gezeigt zu haben.

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte für zwei Mitglieder der Gruppierung Freiheitsstrafen von drei Jahren und zwei Monaten sowie zwei Jahren und zehn Monaten. In den beiden anderen Fälle forderten die Anklagevertreter Bewährungsstrafen. Die Verteidigung plädierte in allen Fällen auf Bewährungs- oder Geldstrafen.

Die Haupttäter der Gruppe hatte das OLG Dresden bereits 2018 zu Jugend- und Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt. Die Richter sprachen die acht Beschuldigten damals der Bildung einer terroristischen Vereinigung schuldig.

Derzeit läuft vor dem OLG noch ein Prozess gegen mutmaßliche Unterstützer der Gruppierung. Die zwei Männer und eine Frau sollen sich ebenfalls an Straftaten der rechtsterroristischen Vereinigung beteiligt haben.

(V.Korablyov--DTZ)

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