Deutsche Tageszeitung - Karliczek: Lehrer und Erzieher schon bald mit Astrazeneca-Vakzin impfen

Karliczek: Lehrer und Erzieher schon bald mit Astrazeneca-Vakzin impfen


Karliczek: Lehrer und Erzieher schon bald mit Astrazeneca-Vakzin impfen
Karliczek: Lehrer und Erzieher schon bald mit Astrazeneca-Vakzin impfen / Foto: ©

Nach der ersten Lieferung des Impfstoffs von Astrazeneca an Deutschland hat sich Bundesbildungsministern Anja Karliczek (CDU) für eine frühere Impfung von Lehrern und Erziehern ausgesprochen. Sie verwies in den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntagsausgaben) darauf, dass der Impfstoff von Astrazeneca von der Ständigen Impfkommission nur für Menschen unter 65 Jahren empfohlen wird. Daher könne er "schon bald für Lehrerinnen und Lehrern und Erzieherinnen und Erzieher angeboten werden".

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Beide Berufsgruppen nähmen eine ganz wichtige Aufgabe für die Gesellschaft wahr, sagte Karliczek in dem Interview. "Gerade die Grundschullehrerinnen und -lehrer und die Beschäftigten in den Kitas haben oft einen ganz engen Kontakt zu den Kindern". Eine rasche Impfungen von Lehrern und Erziehern würde daher "auch bei der Normalisierung des Schul- und Kitabetriebs helfen", sagte Karliczek.

Eine eine Öffnung von Schulen hält die CDU-Politikerin vorerst allerdings nur in Ausnahmefällen für möglich. Eine flächendeckende Rückkehr zum Präsenzunterricht "dürfte momentan wegen der allgemeinen Infektionslage vermutlich noch verfrüht sein", sagte Karliczek den Funke-Zeitungen.

"Vielleicht kann mit großer Vorsicht ein erster Schritt gegangen werden", sagte die Ministerin vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch. In Regionen, in denen das Infektionsniveau über eine längere Zeit gering sei, "könnte Präsenzunterricht mit reduzierten Klassen und angepasster Stundenzahl zu verantworten sein". Voraussetzung sei, dass in den Schulen "ganz strenge Präventionsmaßnahmen" beachtet würden.

Bei den Öffnungen denke sie vor allem "an die Abschlussklassen und an die ersten Grundschulklassen in Regionen mit sehr niedrigem Infektionsgeschehen", führte Karliczek aus. "Zudem sollten dort Angebote für Kinder und Jugendliche möglich sein, die den Lehrerinnen und Lehrern gerade besondere Sorgen machen."

Die Ministerin rief weiter zu Geduld auf. "Die Lage sollte nach dem 14. Februar zumindest noch ein bis zwei weitere Wochen beobachtet und danach wieder neu bewertet werden", sagte sie. "Wenn dann die Infektionszahlen dann weiter gesunken sind, wird es neue Spielräume für Lockerungen bei den Schulen und Kindergärten geben."

Bei den Hygienemaßnahmen sollten Schulen "noch konsequenter sein als in der Vergangenheit", forderte die Ministerin. Es sei empfehlenswert, dass "Kinder und Jugendlichen in allen Jahrgängen im Unterricht eine Maske tragen". Karliczek forderte zudem feste Lerngruppen. Je konsequenter solche Maßnahmen umgesetzt würden, desto mehr Präsenzunterricht werde möglich sein. "Wir brauchen in den nächsten Monaten sehr viel Solidarität und Disziplin auch gerade in den Schulen", sagte die CDU-Politikerin.

Den Erfolg der sinkenden Infektionszahlen dürfe nicht leichtfertig auf Spiel gesetzt werden, mahnte Karliczek. "Wir müssen immer noch sehr vorsichtig sein. Die Lage ist nicht zuletzt durch die Virusmutationen weiter sehr fragil. Diese unsichere Situation wird auch zu berücksichtigen sein, wenn es um die Wiederaufnahme des aktuellen Schulbetriebs geht."

(M.Dylatov--DTZ)

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