Deutsche Tageszeitung - Bundesschülerkonferenz fordert erste Öffnungsschritte an Schulen

Bundesschülerkonferenz fordert erste Öffnungsschritte an Schulen


Bundesschülerkonferenz fordert erste Öffnungsschritte an Schulen
Bundesschülerkonferenz fordert erste Öffnungsschritte an Schulen / Foto: ©

Die Bundesschülerkonferenz hat erste Schritte zur Wiederöffnung der Schulen gefordert. "Es macht mir Angst, wenn ich höre, dass manch einer die Schulen bis Ostern schließen möchte. Das darf nicht passieren", sagte der Generalsekretär der Konferenz, Dario Schramm, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). Der Infektionsschutz sei zwar gerade angesichts der Mutationen des Coronavirus wichtig, doch würden auch "erste Öffnungsschritte" gebraucht.

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"Wir brauchen die Perspektive, dass es in den Schulen Schritt für Schritt zurück in Richtung Normalität geht", sagte der Schülervertreter. Konkret forderte er, dass es jetzt für Abschlussklassen und jüngere Schüler in allen Bundesländern Wechselunterricht in kleineren Gruppen geben solle. Dies sei wichtig, damit sich alle gut auf ihre Prüfungen vorbereiten könnten und damit "sich die Bildungsungerechtigkeit nicht weiter verschärft".

Solange nur zu Hause gelernt werde, sei jeder auf seine technischen Mittel dort und die Unterstützung der Eltern angewiesen, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz. "Einige haben nicht mal ein ruhiges Zimmer zum Lernen. Das sorgt für riesige Chancen-Ungleichheit". Schramm nannte es zudem psychisch für Schülerinnen und Schüler wichtig, "jetzt einmal wieder richtig zusammen zu kommen – und nicht nur online".

Das Bundesbildungsministerium hatte am Montag einen von Wissenschaftlern erstellten Leitfaden für den Präsenzunterricht während der Corona-Pandemie veröffentlicht. Demnach ist ein solcher Unterricht unter Wahrung strenger Infektionsschutzregeln möglich. Die Wissenschaftler gaben konkrete Empfehlungen unter anderem zur Verringerung der Klassengrößen, zum Maskentragen, Lüften und Umgang mit Corona-Verdachtsfällen.

Im Rahmen des seit Dezember geltenden harten Lockdowns in Deutschland sind die Schulen und Kitas weitgehend geschlossen. Der Lockdown ist bislang bis kommenden Sonntag befristet. Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Die Infektionszahlen in Deutschland gehen zwar seit Wochen zurück. Das Ziel von Bund und Ländern, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums - auf unter 50 zu drücken, ist aber noch nicht erreicht. Zudem ist die Lage durch das Auftreten neuer und als besonders ansteckend geltender Formen des Virus komplizierter geworden.

(V.Sørensen--DTZ)

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