Deutsche Tageszeitung - Familie aus Bayern scheitert mit Verfassungsbeschwerde gegen Schulschließungen

Familie aus Bayern scheitert mit Verfassungsbeschwerde gegen Schulschließungen


Familie aus Bayern scheitert mit Verfassungsbeschwerde gegen Schulschließungen
Familie aus Bayern scheitert mit Verfassungsbeschwerde gegen Schulschließungen / Foto: ©

Eine Familie aus Bayern ist vor dem Bundesverfassungsgericht mit dem Versuch gescheitert, die Schließungen von Schulen und Kitas rückgängig zu machen. Die Karlsruher Richter nahmen die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung an, weil der Rechtsweg noch nicht erschöpft war, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Die Familie hatte zuvor schon vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) keinen Erfolg. (Az. 1 BvR 242/21)

Textgröße ändern:

Der VGH begründete seine Entscheidung am 29. Januar mit dem Infektionsgeschehen. Der Gesetzgeber und das Robert-Koch-Institut (RKI) seien der Auffassung, dass Schulen maßgeblich dazu beitrügen, hieß es. Das Gericht sah keinen Anlass, an dieser Einschätzung zu zweifeln, "zumal andere - neuere - Studien aus Großbritannien und Österreich eine vergleichsweise hohe Prävalenz bei Schülern nahelegen".

Vor dem Bundesverfassungsgericht beklagte die Familie, dass diese Annahme eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs sei. Sie hätten sich auf mehrere RKI-Aussagen berufen, aus denen sich das Gegenteil ergebe. Der VGH habe diese aber übergangen.

Tatsächlich spreche einiges dafür, dass der VGH auf die Rolle von Schulen nicht vollständig eingegangen sei, entschied das Bundesverfassungsgericht nun. Die Familie hätte aber dagegen zunächst eine Anhörungsrüge an den VGH einlegen müssen. Die Ausschöpfung des Rechtswegs sei Voraussetzung für eine Verfassungsbeschwerde.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Sondersitzung von Innenausschuss in Berliner Abgeordnetenhaus nach CSD-Anschlag

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) kommt der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen. Auf der am Dienstag veröffentlichten Tagesordnung stehen Anträge aller Fraktionen zu dem Thema. CDU und SPD sowie die Oppositionsfraktionen Grüne und Linke stellten jeweils Anträge, wonach der Anschlag im Allgemeinen besprochen werden soll. Die AfD, die ebenfalls der Opposition angehört, will über islamistische Gefährder und IS-Netzwerke in Berlin sprechen.

SPD-Innenpolitiker: Nach CSD-Anschlag müssen alle Instrumentarien auf den Tisch

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat sich der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler dafür ausgesprochen, alle Instrumentarien "auf den Tisch" zu legen. Es gehöre jetzt ernsthaft alles in die Debatte, "was die Situation verbessern kann und was das Risiko noch weiter herunterfährt, dass es tatsächlich zu Taten kommt", sagte Fiedler am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Netanjahu trifft Trump in Washington

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kommt am Dienstag nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump in Washington zusammen. Es wäre das siebte Treffen der beiden Politiker seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus im Januar 2025. Die Beziehung zwischen Netanjahu und Trump hatte sich zuletzt wegen unterschiedlicher Vorstellungen im Iran-Krieg abgekühlt.

Trump empfängt Selenskyj im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als "mutig".

Textgröße ändern: