Deutsche Tageszeitung - Hunderte Russinnen nutzen Valentinstag zur Unterstützung von Nawalnys Frau

Hunderte Russinnen nutzen Valentinstag zur Unterstützung von Nawalnys Frau


Hunderte Russinnen nutzen Valentinstag zur Unterstützung von Nawalnys Frau
Hunderte Russinnen nutzen Valentinstag zur Unterstützung von Nawalnys Frau / Foto: ©

Hunderte Russinnen haben den Valentinstag dazu genutzt, um ihre Unterstützung für die Frau des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny zu demonstrieren. Auf dem Arbat, der Flaniermeile in Moskaus historischem Zentrum, stellten sich rund 300 Frauen am Sonntag aus Solidarität mit Julia Nawalnaja und anderen festgenommenen Anhängerinnen Nawalnys zu einer langen Menschenkette auf. In den Händen hielten sie ein langes weißes Band.

Textgröße ändern:

Sie seien gekommen, um zu zeigen, dass sie "für Liebe und gegen Gewalt" seien, sagte die 22-jährige Studentin Darja Obraszowa der Nachrichtenagentur AFP. Sie fügte hinzu, sie wolle, dass in Russland "Freiheit und Gerechtigkeit" herrsche.

In St. Petersburg fanden sich etwa hundert Frauen vor dem Denkmal für die Opfer politischer Repressionen ein, hielten Blumen in den Händen und zitierten Gedichte der beliebten Poetin Anna Achmatowa. "Nur Liebe kann über das Böse siegen", sagte die 25-jährige Walerija Stepanowa AFP. Die neuen Kundgebungen erinnern an die Frauen-Proteste im benachbarten Belarus gegen Machthaber Alexander Lukaschenko.

Nach den Massenfestnahmen bei Demonstrationen von Nawalnys Anhängern hat sein Team alle Massenkundgebungen vorerst abgesagt. Stattdessen rief es für den Valentinstag zu neuen und sichereren Formen des Protests auf. Unter anderem sollten Nawalnys Unterstützer am Abend 15 Minuten lang in den Hinterhöfen ihre leuchtenden Handys in den Himmel halten.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Von Trump unterstützte Darline Graham gewinnt Stichwahl um Senatssitz ihres verstorbenen Bruders

Die von US-Präsident Donald Trump unterstützte Darline Graham hat die Stichwahl der Republikaner im Bundesstaat South Carolina um den Senatssitz ihres verstorbenen Bruders Lindsey Graham gewonnen. Die 62-Jährige, die bislang politisch weitgehend unbekannt ist, setzte sich am Dienstag gegen den konservativen Abgeordneten Ralph Norman durch, wie mehrere US-Sender prognostizierten. Sie wird sich damit bei den Zwischenwahlen im November um einen Senatssitz in Washington bemühen.

Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenduell zwischen CDU und AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen am Mittwochabend (20.15 Uhr) die Spitzenkandidaten der Parteien erneut aufeinander. In der Sendung "Fakt ist!" des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) stellen sich in Magdeburg zunächst Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze sowie AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in einem Duell den Fragen der Moderatoren. Anschließend wird die Runde um die Kandidaten und Kandidatinnen von Linkspartei, SPD, Grünen, FDP und BSW erweitert.

Kurdenführer Abdi verkündet Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens

Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrer Gründung haben die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ihre Auflösung verkündet, um fortan Teil der regulären Armee des Landes zu sein. Der syrische Kurdenführer Maslum Abdi gab am Dienstagabend "das Ende des Einsatzes" der SDF bekannt und erklärte deren Auflösung "als unabhängige Streitmacht". Dies erfolge nach dem "Abschluss des Prozesses der Eingliederung unserer Streitkräfte in die Brigaden der syrischen Armee", sagte Abdi im Präsidentenpalast in Damaskus in einer im Fernsehen übertragenen Rede, die er zuerst auf Arabisch und dann auf Kurdisch hielt.

Israel beginnt mit Räumung von UNRWA-Ausbildungszentrum in Ost-Jerusalem

In seinem Vorgehen gegen das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA hat die israelische Regierung am Dienstag damit begonnen, ein Berufsbildungszentrum der Organisation in Ost-Jerusalem räumen zu lassen. "In Übereinstimmung mit meiner Anweisung und dem von uns verabschiedeten Gesetz hat heute die Räumung des UNRWA-Geländes in Kafr Akab in Jerusalem begonnen", erklärte das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu. Das Kalandia-Ausbildungszentrum war 1952 gegründet worden und bot laut UNRWA jedes Jahr etwa 340 Palästinensern aus dem besetzten Westjordanland eine Berufsausbildung.

Textgröße ändern: