Deutsche Tageszeitung - Allan Wagner als sechster Außenminister Perus binnen eines Jahres vereidigt

Allan Wagner als sechster Außenminister Perus binnen eines Jahres vereidigt


Allan Wagner als sechster Außenminister Perus binnen eines Jahres vereidigt
Allan Wagner als sechster Außenminister Perus binnen eines Jahres vereidigt / Foto: ©

Der 79-jährige Diplomat Allan Wagner ist neuer Außenminister Perus. Weniger als 24 Stunden nach dem Rücktritt seiner Vorgängerin Elizabeth Astete wurde Wagner am Montag (Ortszeit) vereidigt. Astete war im Zuge eines Impfskandals zurückgetreten, in dessen Folge auch Gesundheitsministerin Pilar Mazzetti ihr Amt niedergelegt hatte. Wagner ist bereits der sechste Außenminister Perus seit Beginn der Corona-Pandemie.

Textgröße ändern:

Hintergrund der Rücktrittswelle ist ein Impf-Vordrängler-Skandal an der Staatsspitze. Berichten zufolge sollen der frühere Präsident Martin Vizcarra und andere Regierungsmitglieder bereits Wochen oder Monate vor dem offiziellen Start der Corona-Impfkampagne in dem südamerikanischen Land eine Impfung erhalten haben.

Peru hatte Anfang Februar offiziell mit den Impfungen von Mitarbeitern im Gesundheitswesen begonnen, nachdem die ersten 300.000 Dosen des Corona-Vakzins des chinesischen Herstellers Sinopharm in dem Land eingetroffen waren. Wann auch die breitere Bevölkerung Zugang zu dem Impfstoff bekommen soll, ist noch unklar.

Präsident Francisco Sagasti äußerte sich am späten Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung zu der Impf-Affäre. Fast 500 Menschen hätten den Corona-Impfstoff "irregulär" erhalten, darunter die beiden inzwischen zurückgetretenen Minister und weitere Regierungsbeamte.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Nach Bolsonaros Niederlage: Trump nennt Brasilien-Wahl "manipuliert"

US-Präsident Donald Trump hat Zweifel am Wahlsieg des linksgerichteten brasilianischen Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva gesät. Es sehe nach einer "manipulierten Wahl" aus, sagte Trump am Montag nach der Niederlage seines Verbündeten, des rechtsgerichteten Politikers Flávio Bolsonaro. Die Niederlage Bolsonaros bedeutet für Trump einen Rückschlag nach Wahlsiegen verbündeter Politiker in lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien, Kolumbien oder Chile.

Flavio Bolsonaro darf nach eigenen Angaben Brasilien nicht verlassen

Gegen den bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegenen Kandidaten Flávio Bolsonaro ist nach dessen eigener Aussage eine Ausreisesperre verhängt worden. Er habe eine Anordnung des Obersten Gerichtes erhalten, wonach er seine Pässe abgeben müsse und es ihm untersagt sei, das Land zu verlassen, sagte Bolsonaro am Montag in einem Video. Er kündigte zugleich an, dass er weiter die Opposition anführen und sich "nicht einschüchtern" lassen wolle.

Nach Machados Rückkehr: Venezuelas Übergangspräsidentin wirft ihr "Show" vor

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat der Oppositionspolitikerin María Corina Machado nach deren überraschender Rückkehr ins Land vorgeworfen, eine "Show" zu inszenieren. "Ich glaube ganz ehrlich, dass sie aufhören sollte, Politik wie eine Show zu betreiben, denn die Politik ist etwas sehr Ernsthaftes", sagte Rodríguez am Montag mit Bezug auf die nicht veröffentlichten Umstände von Machados Rückkehr. "Es gibt ja hier Flughäfen", fügte sie hinzu.

Verteidigungsministertreffen: Pistorius spricht Putin ernsthaften Friedenswillen ab

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Kremlchef Wladimir Putin vor dem Hintergrund der für November in Aussicht gestellten Dreiergespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA mangelnden Friedenswillen vorgeworfen. "Putin simuliert immer mal wieder Gesprächsbereitschaft", sagte Pistorius am Montag nach einem E5-Verteidigungsministertreffen in Paris. "Nichts, aber auch gar nichts" deute darauf hin, dass Putin "an einem Waffenstillstand oder gar an einem Frieden interessiert ist".

Textgröße ändern: