Deutsche Tageszeitung - UNO: Ein Kind durch Angriff in Libyen getötet und 29 Menschen verletzt

UNO: Ein Kind durch Angriff in Libyen getötet und 29 Menschen verletzt


UNO: Ein Kind durch Angriff in Libyen getötet und 29 Menschen verletzt
UNO: Ein Kind durch Angriff in Libyen getötet und 29 Menschen verletzt / Foto: ©

Während der Gedenkfeiern in Libyen zum zehnten Jahrestag des Aufstands gegen den langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi sind bei einem mutmaßlichen Mörser-Angriff nach UN-Angaben ein Kind getötet und 29 weitere Menschen verletzt worden. Auch unter den Verletzten seien zwei Minderjährige, teilte die UN-Libyenmission Manul am Mittwoch im Onlinedienst Twitter mit.

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Der Angriff wurde diesen Angaben zufolge am Dienstagabend in der Stadt Sabha verübt, die etwa 650 Kilometer südlich der Hauptstadt Tripolis liegt. Die UN-Mission machte keine Angaben dazu, wer hinter der Attacke stecken könnte. Sie appellierte an die libyschen Behörden, eine "unabhängige, unparteiische und rasche Untersuchung dieses abscheulichen Angriffs auf Zivilisten" zu führen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

In Libyen war am Dienstag und Mittwoch der Jahrestag des Aufstands gegen Gaddafi mit Feuerwerken, Militärparaden und Versammlungen gefeiert worden. In der Stadt Sawija nahe Tripolis zog die Bevölkerung ins Zentrum, wo zu Beginn der Revolution im Jahr 2011 dutzende Rebellen von Soldaten Gaddafis getötet worden waren.

Im östlichen Teil des Landes, der von Truppen des Generals Chalifa Haftar kontrolliert wird, fielen die Gedenkfeiern deutlich kleiner aus als in anderen Landesteilen. In der Stadt Bengasi, wo der Aufstand vor zehn Jahren begonnen hatte, fanden keine offiziellen Veranstaltungen statt. Einige Menschen gingen dort dennoch mit den Nationalflaggen auf die Straßen.

In Libyen herrscht seit dem Sturz Gaddafis Chaos. Die von der UNO anerkannte Einheitsregierung in Tripolis befindet sich seit Jahren im Krieg mit Haftar, der eine im ostlibyschen Tobruk angesiedelte Gegen-Regierung unterstützt. Seit Oktober gilt in dem nordafrikanischen Land aber eine fragile Waffenruhe.

(V.Korablyov--DTZ)

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