Deutsche Tageszeitung - Zwei Tote und 30 Verletzte durch Polizeischüsse in Myanmar

Zwei Tote und 30 Verletzte durch Polizeischüsse in Myanmar


Zwei Tote und 30 Verletzte durch Polizeischüsse in Myanmar
Zwei Tote und 30 Verletzte durch Polizeischüsse in Myanmar / Foto: ©

Bei den Protesten gegen die Militärjunta in Myanmar sind am Samstag mindestens zwei Menschen durch Sicherheitskräfte getötet worden. Etwa 30 weitere Menschen wurden in Mandalay verletzt, wie Rettungskräfte der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Sicherheitskräfte hätten in der Stadt das Feuer auf Demonstranten eröffnet.

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Die Sicherheitskräfte schossen mit scharfer Munition auf Demonstranten, die sich zu einer Kundgebung in Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, versammelten. Unter den Todesopfern befindet sich den Rettungskräften zufolge auch ein Junge, dem in den Kopf geschossen wurde. Mehrere hundert Polizisten waren an dem Einsatz auf einer Werft beteiligt. Mindestens fünf Menschen seien außerdem von Gummigeschossen getroffen worden, sagte ein Fotograf, der sich vor Ort befand.

In dem südostasiatischen Land herrscht Aufruhr, seit die bisherige De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi am 1. Februar bei einem Militärputsch entmachtet wurde. Hunderttausende Menschen beteiligten sich an Straßenprotesten, mehrere hundert Menschen wurden festgenommen. Die Sicherheitskräfte setzten bislang kaum scharfe Munition ein.

Hunderte Polizisten und Soldaten waren am Samstag an der Yadanarbon-Werft in Mandalay im Einsatz. Demonstranten schrien die Polizei an, dass sie verschwinden solle. Daraufhin feuerte die Polizei mit scharfer Munition. Sie setzte auch Gummigeschosse und Steinschleudern ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

Eine Frau wurde von einem Gummigeschoss am Kopf getroffen. Auf einem Video, das live über Facebook ausgestrahlt wurde, klang es, als werde durchgehend geschossen. Erst am Freitag war eine junge Frau gestorben, die bei den Protesten gegen den Putsch am 9. Februar in Naypyidaw von einer Kugel in den Kopf getroffen wurde.

(U.Beriyev--DTZ)

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