Deutsche Tageszeitung - Breites Verbändebündnis gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt

Breites Verbändebündnis gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt


Breites Verbändebündnis gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt
Breites Verbändebündnis gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt / Foto: ©

Ein breites Bündnis aus 435 Verbänden hat mit Blick auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf zu einer klaren Haltung gegen Ausgrenzung und Diskriminierung insbesondere von Behinderten oder chronisch Kranken aufgerufen. "Wir treten ein für Menschlichkeit und Vielfalt", heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Aufruf. Gewarnt wird darin "vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen".

Textgröße ändern:

Mit Sorge werde beobachtet, wie manche derzeit versuchten, "eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Behinderung, psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren", schreiben die Initiatoren des Appells. "Wir sagen Nein zu jeglicher Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen", heben die Unterzeichner hervor.

"Wir stehen für Millionen Menschen in Deutschland, die das Auftreten und die Ziele von Parteien wie der Alternative für Deutschland und anderer rechter Bewegungen entschieden ablehnen", heißt es in der Erklärung weiter. Hass und Gewalt dürften sich nicht weiter ausbreiten. Niemand dürfe "das Recht auf Leben von Menschen mit Behinderungen in Frage stellen". Menschen dürften "nicht ausgegrenzt, benachteiligt und diskriminiert werden", wenden sich die Unterzeichner auch generell gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Die AfD habe vielfach gezeigt, dass sie in ihren Reihen Menschen- und Lebensfeindlichkeit dulde, sie fördere Nationalismus, Rechtspopulismus und Rechtsextremismus, heißt es in dem Aufruf. Plötzlich sei Manches "wieder an der Tagesordnung, was in Deutschland lange als überwunden galt". Dagegen wollen die Verbände angehen: "Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet."

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs gehören unter anderem der Paritätische Gesamtverband, der Sozialverband VdK Deutschland, der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, die Arbeiterwohlfahrt, die Lebenshilfe, der evangelische Sozialverband Diakonie, Fachverbände für Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen sowie die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie und weitere Initiativen und Einrichtungen aus dem Bereich der Behindertenhilfe.

Durch Aufklärung, Beratung und öffentlichkeitswirksame Aktionen wollen sie "für eine menschliche und lebenswerte Zukunft für uns alle" werben. Ziel sei es, "im Superwahljahr ein Zeichen für Demokratie zu setzen". Verbunden ist der Appell mit dem Aufruf, zur Wahl zu gehen, denn es komme auf jede Stimme an.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Mindestens neun Tote bei neuen russischen Raketenangriffen auf Kiew

Die russischen Streitkräfte haben die ukrainische Hauptstadt Kiew ukrainischen Angaben zufolge erneut massiv angegriffen. Bei den Angriffen auf fünf Regionen in Kiew in der Nacht zum Samstag seien mindestens neun Menschen getötet und 28 weitere verletzt worden, teilte der staatliche ukrainische Rettungsdienst mit. Die Angriffe seien "mit ballistischen Raketen" erfolgt, teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram mit. US-Präsident Donald Trump äußerte sich derweil zurückhaltend zu einer möglichen Lizenz für die Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine.

Trump droht Iran mit heftigen Angriffen - US-Medien: Attacken am Wochenende möglich

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit heftigen Angriffen gegen Infrastruktur-Ziele gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump am Freitag bei einer Kabinettssitzung in der Präsidentenresidenz Camp David über den Iran. Irgendwann werde die Führung in Teheran sagen: "Das halten wir einfach nicht mehr aus."

Mindestens vier Tote bei neuen russischen Raketenangriffen auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zu Samstag erneut Ziel massiver russischer Luftangriffe geworden. Die Angriffe seien "mit ballistischen Raketen" erfolgt, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen im Onlinedienst Telegram mit. Kiews Militärverwaltung meldete mindestens vier Tote. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor einem drohenden "massiven" russischen Angriff gewarnt. US-Präsident Donald Trump äußerte sich derweil zurückhaltend zu einer möglichen Lizenz für die Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine.

Hunderttausende bei Demonstration zu Christopher Street Day in Hamburg erwartet

Hunderttausende Menschen werden am Samstag (12.00 Uhr) in Hamburg zur Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) erwartet. Die Kundgebung unter dem Motto "Solidarisch queer. Haltung zeigen - für eine Zukunft ohne Angst" findet eine Woche nach dem islamistischen Anschlag beim Berliner CSD unter stark erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizei setzt rund doppelt so viele Einsatzkräfte wie im Vorjahr ein.

Textgröße ändern: