Deutsche Tageszeitung - Historisches Wahlergebnis für links-nationalistische Partei im Kosovo

Historisches Wahlergebnis für links-nationalistische Partei im Kosovo


Historisches Wahlergebnis für links-nationalistische Partei im Kosovo
Historisches Wahlergebnis für links-nationalistische Partei im Kosovo / Foto: ©

Die links-nationalistische Partei Vetevendosje ("Selbstbestimmung") hat bei der Parlamentswahl im Kosovo Mitte Februar ein historisches Ergebnis erzielt. Die absolute Mehrheit verfehlte sie aber knapp, wie das am Donnerstag veröffentlichten Endergebnis der Wahl vom 14. Februar zeigte. Die von Albin Kurti geführte bisherige Oppositionspartei holte demnach 49,95 Prozent der Stimmen. Vetevendosje erhält voraussichtlich 58 der 120 Sitze im Parlament und ist damit auf einen Koalitionspartner angewiesen.

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Vetevendosje landete deutlich vor den Zweit- und Drittplatzierten, die 17 beziehungsweise 13 Prozent der Stimmen erhielten. Es ist das beste Ergebnis, das jemals eine politische Einzelpartei in der demokratischen Geschichte des Kosovo erreicht hat. Die Mitte-Rechts-Partei LDK hatte im Jahr 2001 mehr als 45 Prozent der Stimmen gewonnen.

Der Erdrutschsieg von Vetevendosje bei der vorgezogenen Wahl in der ehemaligen serbischen Provinz kann als Wunsch der Bevölkerung nach Veränderung interpretiert werden. Viele Wähler haben den traditionellen Parteien, die den Kosovo zwei Jahrzehnte lang regiert haben, den Rücken gekehrt.

Parteichef Kurti erklärte, innenpolitische Themen wie die Bekämpfung der Korruption und der wirtschaftliche Aufschwung hätten für ihn oberste Priorität. Auf die Partei kommen einige Herausforderung zu, sie muss die schwache Wirtschaft wiederbeleben, Arbeitsplätze schaffen und die Corona-Pandemie bekämpfen.

Vetevendosje machte in den Jahren nach der Jahrtausendwende zunächst durch Straßenproteste auf sich aufmerksam. Die Partei betrieb eine Plattform gegen Korruption und warf der Führungselite, die nach dem Kosovo-Krieg an die Macht gelangt war, Verschwendung vor, während arme Leute in Not lebten.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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