Deutsche Tageszeitung - China kündigt Wachstumsziel von mehr als sechs Prozent für 2021 an

China kündigt Wachstumsziel von mehr als sechs Prozent für 2021 an


China kündigt Wachstumsziel von mehr als sechs Prozent für 2021 an
China kündigt Wachstumsziel von mehr als sechs Prozent für 2021 an / Foto: ©

Die chinesische Führung hat zum Auftakt der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses in Peking am Freitag für 2021 ein Wirtschaftswachstum von "mehr als sechs Prozent" angepeilt. "Ein Ziel von mehr als sechs Prozent wird es uns allen ermöglichen, unsere ganze Energie Reformen und Innovationen zu widmen", hieß es im Redetext von Ministerpräsident Li Keqiang, der AFP vorab vorlag. Li eröffnete mit seinem Arbeitsbericht die Versammlung der rund 3000 Abgeordneten, die eine Woche dauern wird.

Textgröße ändern:

Mit einem Plus von 2,3 Prozent ist China weltweit die einzige große Volkswirtschaft, die das Jahr 2020 mit einem Wirtschaftswachstum abgeschlossen hatte. In Deutschland brach das das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beispielsweise um fünf Prozent ein. Für die Volksrepublik waren 2,3 Prozent dennoch das schwächste Wachstum seit Jahrzehnten. Im Jahr 2019 hatte das Plus 6,1 Prozent betragen.

Das chinesische Finanzministerium gab einen Anstieg der Rüstungsausgaben um 6,8 Prozent für das Jahr 2021 bekannt. Im Vorjahr hatte Peking das Rüstungsbudget um 6,6 Prozent erhöht. Die Regierung plane, umgerechnet rund 176 Milliarden Euro für Rüstung auszugeben. Damit liegt China weltweit auf Platz zwei hinter den USA, die jedoch etwa dreimal so viel in ihre Streitkräfte investieren.

Bei dem Kongress in Peking wird eine Reform des Wahlrechts in Hongkong erwartet, um die Kontrolle über die Sonderverwaltungszone auszuweiten. Zudem soll ein temporäres Verbot des Verzehrs der meisten Wildtiere implementiert werden, das vergangenes Jahr wegen der Corona-Pandemie verhängt worden war. Eingereichte Gesetzesvorschläge werden fast immer mit überwältigender Mehrheit vom Volkskongress angenommen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

Nach Burnham-Abschied: Bev Craig ist neue Bürgermeisterin von Manchester

Nach dem Abschied von Andy Burnham ist Bev Craig zur neuen Bürgermeisterin des Großraums Manchester in Nordwestengland gewählt worden. Wie ihr Vorgänger, der neue britische Premierminister, gehört Craig der Labour-Partei an. Die Vorsitzende des Stadtrats der Stadt Manchester setzte sich gegen die Kandidatin der rechtspopulistischen Reform UK, Sian Astley, deutlich durch.

Kolumbien: Elf Verletzte bei Sprengstoffanschlag

Sechs Tage vor der Vereidigung des neuen kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella sind in dem südamerikanischen Land bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen verletzt worden. Ein mit Sprengsätzen ausgerüsteter Lkw detonierte am Samstag vor einer Polizeiwache in der ostkolumbianischen Stadt Cucutá nahe der Grenze zu Venezuela, wie die Behörden mitteilten.

Pro Asyl fordert dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete

Anlässlich des zwölften Jahrestages des Völkermords an Jesidinnen und Jesiden im Nordirak hat die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl ein dauerhaftes Bleiberecht für jesidische Geflüchtete in Deutschland verlangt. Bis dies auf Bundesebene verankert sei, müsse zumindest ein genereller Abschiebestopp gelten, verlangte die Organisation am Samstag in Berlin. Gedenkreden allein reichten als Schutz für die Opfer des Genozids nicht aus.

Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen - Teheran warnt US-Verbündete

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf eine nochmalige Eskalation: US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit neuen heftigen Angriffen gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran. Das iranische Militär warnte am Samstag die Verbündeten Washingtons vor den "Flammen des Krieges". US-Vertretungen in mehreren Hauptstädten riefen US-Bürger auf, eine Ausreise aus der Region zu erwägen.

Textgröße ändern: