Deutsche Tageszeitung - Vereitelter Anschlag vor Fußball-EM 2016 in Paris vor Gericht

Vereitelter Anschlag vor Fußball-EM 2016 in Paris vor Gericht


Vereitelter Anschlag vor Fußball-EM 2016 in Paris vor Gericht
Vereitelter Anschlag vor Fußball-EM 2016 in Paris vor Gericht / Foto: ©

In Paris stehen sieben mutmaßliche Islamisten vor Gericht, die vor der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich 2016 einen Anschlag geplant haben sollen. Der Prozess vor einem Sonder-Schwurgericht begann am Montag. Gut zwei Monate vor Beginn des Fußballturniers hatten die Ermittler in einem Pariser Vorort ein großes Waffenarsenal entdeckt.

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Die Razzia in Argenteuil nördlich von Paris folgte zwei Tage nach den islamistischen Anschlägen von Brüssel im März 2016, bei denen Extremisten 35 Menschen getötet hatten. Die Polizei stellte in der Wohnung bei Paris unter anderem Kalaschnikows und andere Handfeuerwaffen sowie Sprengstoff sicher - darunter auch hochexplosives Acetonperoxid (Apex), das die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bei den Pariser Anschlägen vom November 2015 verwendet hatte.

Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die sogenannte "Zelle von Argenteuil" einen Anschlag vor der Europameisterschaft im Juni und Juli 2016 plante - auch wenn trotz jahrelanger Ermittlungen "kein präzises Ziel identifiziert" werden konnte.

Als mutmaßlicher Kopf der Terrorzelle steht der 39-jährige Réda K. vor Gericht, der das Waffenversteck unter falschem Namen gemietet hatte. Er war 2015 in Belgien in einem Prozess um eine Terrorgruppe mit Verbindungen nach Syrien in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt worden und wurde im März 2016 bei Paris festgenommen.

Réda K. soll den Anschlag zusammen mit einem anderen Franzosen und einem Algerier geplant haben. Vier weitere Männer stehen als Helfer vor Gericht. Die Angeklagten bestreiten die Pläne. Den Hauptangeklagten drohen langjährige Haftstrafen.

(W.Novokshonov--DTZ)

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