Deutsche Tageszeitung - Von der Leyen, Harris und Ardern warnen vor Folgen der Pandemie für Frauenrechte

Von der Leyen, Harris und Ardern warnen vor Folgen der Pandemie für Frauenrechte


Von der Leyen, Harris und Ardern warnen vor Folgen der Pandemie für Frauenrechte
Von der Leyen, Harris und Ardern warnen vor Folgen der Pandemie für Frauenrechte / Foto: ©

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, US-Vizepräsidentin Kamala Harris und Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern haben vor den Folgen der Corona-Pandemie für Frauenrechte weltweit gewarnt. Von der Leyen unterstrich bei einer Rede zum Weltfrauentag am Montag im Brüsseler EU-Parlament die Leistung von Frauen in der Pandemie. Zugleich würden diese jedoch stärker unter den Folgen leiden, unterstrichen Harris und Ardern jeweils in einer Videobotschaft an die Abgeordneten.

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"Einfach gesagt funktioniert unsere Welt heute für Frauen noch nicht so, wie sie es sollte", sagte Harris. Die Corona-Krise habe dies noch einmal deutlich gemacht. "Covid-19 bedroht die Gesundheit, wirtschaftliche Sicherheit und körperliche Sicherheit von Frauen überall", warnte die US-Vizepräsidenten.

"Frauen stehen bei der Bekämpfung der Covid-Krise an vorderster Front", unterstrich auch Premierministerin Ardern. Denn Gesundheitsberufe würden weltweit mehrheitlich von Frauen ausgeübt. Zugleich seien Frauen im Laufe der Pandemie "in allen Ecken der Welt" häufiger Opfer von Gewalt geworden. Die Neuseeländerin sprach von einer Art "Schatten-Pandemie" der häuslichen Gewalt.

Von der Leyen verwies auf ihre eigene Erfahrung im Laufe ihrer Politiker-Karriere und auf dem Weg als erste Frau an die Spitze der EU-Kommission: "Frauen müssen doppelt so viel Arbeit für dasselbe Gehalt, dieselbe Anerkennung oder dieselbe Führungsposition wie ihre männlichen Kollegen leisten."

Ihre Kommission habe sich deshalb der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen verschrieben. Als konkretes Beispiel nannte sie ein vergangene Woche vorgeschlagenes EU-Gesetz gegen Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei Beschäftigung und Gehältern. Die Kommission hatte zu diesem Zweck vorgeschlagen, Unternehmen zur Offenlegung der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu verpflichtet.

"Ich möchte, dass Europa endlich ein Kontinent der Chancengleichheit für Männer und Frauen wird", sagte von der Leyen weiter. "Ich weiß, dass wir so weit noch nicht sind."

(M.Dylatov--DTZ)

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