Deutsche Tageszeitung - Mecklenburg-Vorpommern will Luca-App flächendeckend nutzen

Mecklenburg-Vorpommern will Luca-App flächendeckend nutzen


Mecklenburg-Vorpommern will Luca-App flächendeckend nutzen
Mecklenburg-Vorpommern will Luca-App flächendeckend nutzen / Foto: ©

In Mecklenburg-Vorpommern können alle Bürger, Unternehmen und Einrichtungen von Montag an die privat entwickelte Luca-App nutzen, um Corona-Infektionen nachvollziehbar zu machen. Das teilten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Digitalisierungsminister Christian Pegel (beide SPD) am Freitag vor Journalisten mit. Nach Testphasen in Schwerin und Rostock sei Mecklenburg-Vorpommern damit das erste Bundesland, das die App flächendeckend nutze.

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Das Land zahlt den Angaben zufolge der Entwicklerfirma 440.000 Euro für die Lizenz. Nutzen können die App Geschäfte, die Gastronomie, Pflegeheime, Kirchen und Behörden. Laut einem Sprecher der Industrie- und Handelskammer Schwerin meldeten sich bereits 3000 Geschäfte an.

Schwesig sagte, die App leiste, was die vom Bund betriebene Corona-Warnapp nicht leiste. Sie beschleunige vor allem die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter. Die "Zettelwirtschaft", mit der bislang etwa in Restaurants festgehalten wurde, wer sich dort und wann als Gast aufhielt, werde damit vermieden.

Die Nutzung der von dem Rapper Smudo unterstützten App sei kostenlos und freiwillig, betonte Pegel, der Datenschutz werde deutlich besser als bei der "Zettelwirtschaft" gewährleistet, weil zum Beispiel Restaurantbetreiber keine Namen und Telefonnummern ihrer Gäste erfahren, sondern letztlich nur bei Corona-Fällen die Gesundheitsämter.

Mecklenburg-Vorpommern sei bereit, seine Erfahrungen mit der App mit anderen Bundesländern zu teilen. Je mehr Bürger und Institutionen sie nutzten, desto besser sei die Pandemie zu bekämpfen, betonte Pegel.

(P.Tomczyk--DTZ)

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