Deutsche Tageszeitung - Twitter startet Umfrage unter Nutzern zu Umgang mit Spitzenpolitikern

Twitter startet Umfrage unter Nutzern zu Umgang mit Spitzenpolitikern


Twitter startet Umfrage unter Nutzern zu Umgang mit Spitzenpolitikern
Twitter startet Umfrage unter Nutzern zu Umgang mit Spitzenpolitikern / Foto: ©

Der Onlinedienst Twitter stellt nach der Sperrung des Kontos des damaligen US-Präsidenten Donald Trump seine internen Regeln für Spitzenpolitiker auf den Prüfstand. Das US-Unternehmen startete am Freitag eine Umfrage unter seinen Nutzern zum Umgang mit Politiker-Accounts. Die Nutzung der Plattform durch Politiker und Regierungsvertreter entwickele sich konstant weiter, teilte Twitter in einem Blogbeitrag mit.

Textgröße ändern:

Ziel sei es nun, die Richtlinien des Kurzbotschaftendienstes an den sich wandelnden politischen Diskurs anzupassen und einen ausgewogenen Austausch zu ermöglichen, erklärte Twitter. Die Nutzer seien aufgerufen, ihre Meinung zu dem Thema zu äußern. Dabei gehe es um die Frage, ob für führende Politiker die gleichen Regeln gelten sollen wie für alle anderen Twitter-Nutzer und welche Sanktionen angemessen seien, falls sie sich nicht an die Vorgaben halten sollten.

Die Umfrage läuft bis zum 12. April in 14 Sprachen wie Englisch, Arabisch und Russisch. Deutsch zählt nicht dazu. Twitter kündigte außerdem an, den Rat von internationalen Menschenrechtsexperten, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Wissenschaftlern einzuholen.

Twitter hatte Anfang Januar als Reaktion auf die Erstürmung des Kapitols in Washington das Konto des damaligen US-Präsidenten Trump gesperrt. Wegen des gewaltsamen Angriffs seiner Anhänger auf den Kongresssitz blockierten auch die Onlinedienste Facebook, Youtube und Snapchat Trumps dortige Konten. Der Twitter-Bann für Trump wurde von dessen Anhängern kritisiert. Gegner des Präsidenten argumentierten hingegen, der Schritt hätte schon viel früher erfolgen müssen.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Bundestags-Innenausschuss berät über Konsequenzen aus Berliner CSD-Anschlag

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf die Berliner CSD-Demonstration ist der Innenausschuss des Bundestages am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammengekommen. An der Sitzung, die per Videokonferenz stattfindet, sollte auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) teilnehmen, außerdem Vertreterinnen und Vertreter von Sicherheitsbehörden.

Schwerdtner: Merz tappt bei Ceuta-Krise "in Falle der Ultrarechten"

Vor der Krisensitzung der EU-Innenminister zur Lage in der spanischen Exklave Ceuta hat Linken-Chefin Ines Schwerdtner scharfe Kritik am Verhalten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geübt. "Die Bundesregierung tappt damit schon wieder in die Falle der Ultrarechten", sagte Schwerdtner am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Sie finde es "erschreckend, wie schnell sich die Bundesregierung auf Spanien eingeschossen" habe, als es um die Frage der Verantwortung für die massenhafte Ankunft von Migranten in Ceuta ging.

Linke: Nächster Bundespräsident soll aus Zivilgesellschaft kommen

Ein halbes Jahr vor der Wahl des neuen Bundespräsidenten hat sich die Linke für eine Kandidatin oder einen Kandidaten von außerhalb der Tagespolitik ausgesprochen. "Die Wahl einer parteiübergreifenden Kandidatin oder eines Kandidaten aus der Zivilgesellschaft mit breitem Rückhalt in der Bevölkerung wäre für uns durchaus vorstellbar", sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im Bundestag, Ina Latendorf, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin.

NRW-Ministerpräsident Wüst: Kanzleramt "aktuell keine Option"

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat Spekulationen zurückgewiesen, dass er Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler ersetzen könnte. Das Kanzleramt sei "aktuell keine Option" für ihn, sagte Wüst am Dienstag im Podcast der Funke Mediengruppe. Allerdings bekräftigte er eine frühere Aussage, dass er eine mögliche Kanzlerkandidatur zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließe.

Textgröße ändern: