Deutsche Tageszeitung - Nato-Generalsekretär: Bei Afghanistan bleiben "alle Optionen offen"

Nato-Generalsekretär: Bei Afghanistan bleiben "alle Optionen offen"


Nato-Generalsekretär: Bei Afghanistan bleiben "alle Optionen offen"
Nato-Generalsekretär: Bei Afghanistan bleiben "alle Optionen offen" / Foto: ©

In der Nato bleibt die Zukunft des Afghanistan-Einsatzes weiter ungeklärt. "Es ist keine endgültige Entscheidung gefallen", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag. "Vorerst bleiben alle Optionen offen." Die Nato-Außenminister würden nun bei ihrem Treffen am Dienstag und Mittwoch mit ihrem US-Kollegen Antony Blinken über den Stand der Friedensgespräche mit den radikalislamischen Taliban beraten.

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Die Regierung des früheren US-Präsidenten Donald Trump hatte den Taliban einen Abzug aller ausländischen Truppen bis zum 30. April in Aussicht gestellt. Trumps Nachfolger Joe Biden hat diese Vereinbarung auf den Prüfstand gestellt.

"Es gibt keine einfachen Optionen", sagte Stoltenberg. Die Sicherheitslage bleibe "schwierig". Die Nato unterstütze Versuche, "frische Energie in den Friedensprozess zu bringen". Dieser sei "der beste Weg für ein stabiles Afghanistan, das nicht als sicherer Hafen für Terroristen dienen wird".

Stoltenberg forderte dabei erneut die Taliban auf, Unterstützung für Al-Kaida und andere internationale Terrorgruppen einzustellen. Sie müssten zudem die Gewalt in Afghanistan verringern.

Seit dem Ende des Kampfeinsatzes Ende 2014 ist die Nato noch mit der Unterstützungsmission "Resolute Support" in Afghanistan. Sie dient der Beratung und Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte und umfasst derzeit 9600 Soldaten.

Deutschland trägt als "Rahmennation" im Norden Afghanistans die Verantwortung. Mit rund 1100 Soldaten vor Ort stellt die Bundeswehr das zweitgrößte Truppenkontingent nach den USA.

(U.Beriyev--DTZ)

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