Deutsche Tageszeitung - Palästinenser erhalten 100.000 Dosen chinesischen Impfstoff

Palästinenser erhalten 100.000 Dosen chinesischen Impfstoff


Palästinenser erhalten 100.000 Dosen chinesischen Impfstoff
Palästinenser erhalten 100.000 Dosen chinesischen Impfstoff / Foto: ©

Die Palästinenser im Westjordanland haben am Montag 100.000 Dosen des chinesischen Impfstoffes der Firma Sinopharm erhalten. Die Lieferung repräsentiere Chinas Versprechen, der Welt Impfstoffe zur Verfügung zu stellen und "die Palästinensische Autonomiebehörde bei ihrem Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen", sagte der chinesische Botschafter bei einer Pressekonferenz in Ramallah. Die palästinensische Gesundheitsministerin Mai al-Kaila sagte, die Lieferung werde "erheblich dazu beitragen, die Impfkampagne zu beschleunigen".

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Die palästinensischen Behörden im von Israel besetzten Westjordanland hatten am 21. März mit ihrer Impfkampagne begonnen, die zunächst Menschen über 75 Jahren oder mit bestimmten Krankheiten galt. Zuvor waren 60.000 Impfdosen der Covax-Initiative eingetroffen. Mehr als 20.000 davon gingen in den Gazastreifen am Mittelmeer.

Die internationale Covax-Initiative will eine faire weltweite Verteilung von Corona-Impfstoffen erreichen. Zudem haben die Palästinenser in Gaza etwa 60.000 Impfdosen des russischen Vakzins Sputnik V erhalten. Einige tausend Dosen des russischen Wirkstoffs wurden auch ins Westjordanland geliefert.

Israel, das bereits mehr als die Hälfte seiner neun Millionen Einwohner geimpft hat, stellte den Palästinensern bisher 5000 Impfdosen zur Verfügung. Nichtregierungsorganisationen und die palästinensischen Behörden hatten wiederholt gefordert, dass Israel als "Besatzungsmacht" verpflichtet sei, den 2,8 Millionen Palästinensern im Westjordanland und den zwei Millionen im Gazastreifen Impfstoff zur Verfügung zu stellen.

(I.Beryonev--DTZ)

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