Deutsche Tageszeitung - Spahn dringt auf Einheitlichkeit im Corona-Management

Spahn dringt auf Einheitlichkeit im Corona-Management


Spahn dringt auf Einheitlichkeit im Corona-Management
Spahn dringt auf Einheitlichkeit im Corona-Management / Foto: ©

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein deutschlandweit einheitliches Vorgehen angemahnt. Nötig sei eine "möglichst große Einheitlichkeit und Einigkeit" zwischen dem Bund und "möglichst allen 16 Ländern", sagte Spahn am Dienstagabend in der ARD. Insbesondere müsse klar sein, dass die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nicht über 100 steigen dürfe. Sollte dies doch geschehen, müsse "sehr stark" reagiert werden.

Textgröße ändern:

Spahn sprach sich angesichts der aktuellen Infektionslage für weitere Kontaktbeschränkungen aus. Impfen und Tests allein würden die dritte Infektionswelle nicht brechen, warnte er. "Es geht um einen Lockdown, der die Welle so bricht, dass wir anschließend mit viel mehr Tests, mit mehr Sicherheit bestimmte Bereiche öffnen können". In einem nächsten Schritt könne dann mit dem Impfen "der entscheidende Unterschied" gemacht werden.

Der Start der Impfkampagne in den Hausarztpraxen sei ein wichtiger Schritt, der dazu beitragen werde, dass die "Zahl der Impfungen im zweiten Quartal stark steigen wird", betonte Spahn weiter.

Im Online-Dienst Twitter gab Spahn unterdessen bekannt, dass seine über 60-jährigen Eltern inzwischen im Westmünsterland mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft worden seien. Dabei sei alles "reibungslos und fürsorgend" verlaufen. Er danke allen, "die jeden Tag bei unserer Impfkampagne mithelfen".

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Militärverwaltung: Mindestens drei Tote durch russische Angriffe in Region Kiew

Durch russische Luftangriffe auf die Region Kiew sind laut Behördenangaben in der Nacht zum Samstag mindestens drei Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei auch ein Kind, teilte die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadtregion mit. Bei den gleichen Angriffen nordöstlich von Kiew seien drei weitere Menschen verletzt worden.

Kolumbien: Neuer Präsident kündigt "unermüdlichen" Kampf gegen Drogengewalt an

Der rechte Hardliner Abelardo de la Espriella hat unmittelbar nach seiner Vereidigung als neuer Präsident Kolumbiens einen "unermüdlichen" Kampf gegen Drogengewalt angekündigt. Der Verbündete von US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag in Cali, er werde wieder "Ordnung" in das südamerikanische Land bringen. Der 48-jährige Politik-Neuling trat die Nachfolge des linken Präsidenten Gustavo Petro an.

Trump spricht nach Ballsaal-Urteil von "nationaler Schande"

US-Präsident Donald Trump hat empört auf die Entscheidung eines Bundesberufungsgerichtes reagiert, wonach die Arbeiten an seinem umstrittenen Ballsaal-Projekt vorerst nicht weitergehen dürfen. Die Justizentscheidung sei eine "nationale Schande", erklärte er am Freitag. Außerdem werde dadurch die nationale Sicherheit bedroht, setzte er offensichtlich mit Blick auf einen unterirdischen Militärbunker sowie weitere Sicherheitsvorkehrungen im geplanten Erweiterungsbau des Weißen Hauses hinzu. Zuvor hatte der Präsident bereits angekündigt, in Berufung zu gehen.

Frei: Über Beteiligung an AfD-Regierung entscheidet nicht CDU in Sachsen-Anhalt

Die Entscheidung über die mögliche Beteiligung an einer AfD-Regierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) zufolge nicht bei der CDU vor Ort. "Das Kooperationsverbot mit der AfD ist ein Grundsatzbeschluss in der CDU", sagte Frei den Funke-Zeitungen vom Samstag. "Es kann nicht je nach Bundesland anders beantwortet werden."

Textgröße ändern: