Deutsche Tageszeitung - Internationale Gemeinschaft fordert Abzug ausländischer Kämpfer aus Libyen

Internationale Gemeinschaft fordert Abzug ausländischer Kämpfer aus Libyen


Internationale Gemeinschaft fordert Abzug ausländischer Kämpfer aus Libyen
Internationale Gemeinschaft fordert Abzug ausländischer Kämpfer aus Libyen / Foto: ©

Die internationale Gemeinschaft hat einen sofortigen Abzug der ausländischen Kämpfer aus Libyen gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Arabische Liga, die UNO, die EU und die Afrikanische Union am Dienstag nach einer Videokonferenz eine "umfassende Einhaltung des Waffenembargos und den sofortigen und bedingungslosen Abzug aller ausländischen Kräfte und Söldner aus dem gesamten libyschen Staatsgebiet". Die UNO geht derzeit von rund 20.000 ausländischen Kämpfern in dem nordafrikanischen Land aus.

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Die ausländischen Kräfte setzen sich UN-Angaben zufolge hauptsächlich aus türkischen Soldaten sowie Söldnern aus Russland, Syrien, dem Tschad und dem Sudan zusammen. Das UN-Waffenembargo war 2011 erlassen worden, als ein Aufstand zum Sturz des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi führte.

In Libyen herrscht seit dem Sturz Gaddafis Chaos. Eine Übergangsregierung soll gemäß eines UN-Plans Wahlen am 24. Dezember vorbereiten und den zehnjährigen Konflikt beenden. Die Bestätigung der Einheitsregierung durch das libysche Parlament Anfang März war international als großer Fortschritt im libyschen Friedensprozess bewertet worden. Zuvor hatten jahrelang eine von der UNO anerkannte Einheitsregierung in Tripolis mit einer Gegen-Regierung von General Chalifa Haftar im Osten des Landes um die Vorherrschaft gekämpft. Seit Oktober galt in dem nordafrikanischen Land eine fragile Waffenruhe.

(P.Tomczyk--DTZ)

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