Deutsche Tageszeitung - Israel meldet erneuten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen

Israel meldet erneuten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen


Israel meldet erneuten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen
Israel meldet erneuten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen / Foto: ©

Israels Armee hat am Montagmorgen einen erneuten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen gemeldet. Nach Angaben der Armee wurden zwei Geschosse von Israels Luftabwehrsystem "Iron Dome" abgefangen, zwei weitere seien innerhalb des Palästinensergebiets explodiert. Um die Spannungen nach den tagelangen gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Israelis und Palästinensern in der Jerusalemer Altstadt zu reduzieren, gab die Polizei am Sonntag einen zuvor abgesperrten Platz wieder frei.

Textgröße ändern:

Während mehrere hundert Palästinenser am Sonntagabend am Damaskus-Tor zur Altstadt demonstrierten, ließen Polizeibeamte zu, dass Absperrungen vor der Promenade entfernt wurden, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Der Platz vor dem Damaskus-Tor gilt als traditioneller Treffpunkt für Palästinenser während des heiligen muslimischen Monats Ramadan.

Per Megafon erklärten Polizisten, der Zugang sei für alle geöffnet. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Entscheidung sei nach einer "Einschätzung der Lage, unter Berücksichtigung der Ladenbesitzer, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen" getroffen worden. Die Polizei wolle durch die Öffnung die Gewalt reduzieren.

Zuvor hatte es seit Donnerstag drei Abende in Folge gewaltsame Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der Polizei gegeben. Auslöser war eine Demonstration rechtsextremer Israelis, die unter "Tod den Arabern"-Rufen durch die Altstadt gezogen waren. Die Spannungen zwischen muslimischen Palästinensern und jüdischen Israelis waren durch eine Reihe von Videos angeheizt worden. Sie zeigten, wie junge Araber ultra-orthodoxe Juden angreifen und wie jüdische Extremisten nachts Araber auf der Straße schikanieren.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Druck von Behörden: Unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" muss Arbeit einstellen

Es ist das Ende eines historischen Bollwerks der freien Presse in Russland: Die unabhängige russische Zeitung "Nowaja Gaseta" stellt nach eigenen Angaben angesichts des Drucks der russischen Behörden ihre Arbeit vollständig ein. "Die 'Nowaja Gaseta' hört auf zu existieren", sagte Chefredakteur Sergej Sokolow in einer am Freitag auf der Onlineplattform YouTube veröffentlichten Videobotschaft. Der Gründer der Zeitung und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow bezeichnete die Schließung als Teil von Moskaus "gigantischer Militäroperation" in der Ukraine. Medienrechtsorganisationen reagierten mit Bestürzung auf den Schritt.

"GenZ"-Proteste: Initiatoren klagen Regierung an - Appelle für friedliche Demos

Anklagen einer "verlassenen Jugend" und Appelle zur Gewaltfreiheit: Vor den geplanten bundesweiten "GenZ"-Protesten am Wochenende haben die Initiatoren von der Politik ein entschlossenes Handeln für die Belange junger Menschen gefordert. Bei einer Pressekonferenz in Köln erhoben Sprecherinnen und Sprecher der Initiative "GenZ regelt" am Freitag zugleich schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung. Parteiübergreifend riefen Politikerinnen und Politiker zu einem friedlichen Verlauf der Proteste auf.

Iran-Krieg: Merz ruft zu diplomatischer Lösung auf

Vor dem Hintergrund von Spekulationen über neue US-Angriffe auf den Iran hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einer diplomatischen Lösung des Konfliktes aufgerufen. "Ich kann nur an alle Konfliktparteien appellieren: Dieser Konflikt lässt sich nicht militärisch lösen", sagte Merz bei einer Pressekonferenz im südkoreanischen Seoul am Freitag. "Er muss diplomatisch gelöst werden, er muss durch Gespräche gelöst werden", fügte er hinzu. Das gelte auch für Israel und die künftige Regierung des Landes.

Evakuierung von Einwohnern aus russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky begonnen

Im Rahmen einer örtlich begrenzten Waffenruhe ist am Freitag die Evakuierung von Einwohnern aus der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky angelaufen. "Die Evakuierung und die Verteilung humanitärer Hilfe haben begonnen", erklärte der ukrainische Unterhändler David Arachamia am Freitag in Onlinenetzwerken. Die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa veröffentlichte ein Video, das Gruppen von Menschen zeigt, die auf Busse warten. Einige würden nach Russland gebracht, andere in von Kiew kontrollierte Teile der Ukraine, sagte sie.

Textgröße ändern: