Deutsche Tageszeitung - UNO verurteilt Gewalt von Sicherheitskräften bei Protesten in Kolumbien

UNO verurteilt Gewalt von Sicherheitskräften bei Protesten in Kolumbien


UNO verurteilt Gewalt von Sicherheitskräften bei Protesten in Kolumbien
UNO verurteilt Gewalt von Sicherheitskräften bei Protesten in Kolumbien / Foto: ©

Das UN-Menschenrechtskommissariathat den "exzessiven Einsatz von Gewalt" durch Sicherheitskräfte bei Protesten gegen eine Steuerreform in Kolumbien verurteilt. Eine Sprecherin des UN-Menschenrechtskommissariats kritisierte am Dienstag insbesondere das Vorgehen der Sicherheitskräfte in Cali. Dort habe die Polizei auf Demonstranten geschossen, nach vorliegenden Informationen seien mehrere Menschen verletzt oder getötet worden.

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Das UN-Büro in Kolumbien ermittle derzeit zur Zahl der Opfer und den Hintergründen, sagte Sprecherin Marta Hurtado. Menschenrechtler hätten auch von Drohungen und Schikanen berichtet.

Angesichts weiterer geplanter Proteste am Mittwoch rief Hurtado Ruhe auf. Die UNO erinnere "die staatlichen Behörden daran, die Menschenrechte zu schützen, einschließlich des Rechts auf friedlichen Protest", betonte sie. Schusswaffen dürften nur als "letztes Mittel" eingesetzt werden.

Einem offiziellen Bericht zufolge wurden bei den tagelangen Protesten landesweit bisher 19 Menschen getötet, darunter ein Polizist. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf rund 850, darunter 306 Zivilisten. Angesichts der Proteste hatte die Regierung von Präsident Iván Duque den Entwurf für die Steuerreform am Sonntag zurückgezogen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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