Deutsche Tageszeitung - Mindestens elf Tote bei Bombenanschlag im Westen Afghanistans

Mindestens elf Tote bei Bombenanschlag im Westen Afghanistans


Mindestens elf Tote bei Bombenanschlag im Westen Afghanistans
Mindestens elf Tote bei Bombenanschlag im Westen Afghanistans / Foto: ©

Bei einem Bombenanschlag im Westen Afghanistans sind mindestens elf Zivilisten getötet worden. Die Opfer seien in einem Bus unterwegs gewesen, als dieser am Samstagabend von der Explosion des am Straßenrand deponierten Sprengsatzes erfasst worden sei, teilten die Behörden der Provinz Badghis am Sonntag mit. Bei einem Besuch in Kabul sicherte der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, dem Land auch für die Zeit nach dem Abzug der US-Truppen Hilfen zu.

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Nach Angaben des Behördenvertreters Chodadad Tajeb stürzte der Bus in ein Tal, nachdem er von der Explosion getroffen worden war. Unter den Opfern waren demnach vier Frauen und drei Kinder.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Der Gouverneur von Badghis, Hessamuddin Schams, machte jedoch die radikalislamischen Taliban für den Angriff verantwortlich.

In den vergangenen Tagen hatte es in der Hauptstadt Kabul mehrere Bombenanschläge auf Passagierbusse gegeben. Zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Anschläge reklamierte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) für sich.

In der nördlichen Provinz Balch wurden bei einem Autobombenanschlag am Sonntag zwei Polizisten getötet. 15 weitere Menschen wurden verletzt, darunter Zivilisten. Zu der Tat bekannten sich die Taliban.

Der bevorstehende Abzug der Nato-Truppen aus Afghanistan hat Befürchtungen vor einem weiteren Anstieg der Gewalt in dem Land ausgelöst. In den vergangenen Wochen gab es nahezu täglich Gefechte zwischen afghanischen Streitkräften und Taliban-Kämpfern, bei denen die islamistische Miliz auch Gebiete eroberte. Am Samstag meldeten die Taliban die Einnahme des 150 Kilometer von Kabul entfernten Bezirks Deh Jak in der strategisch wichtigen Provinz Ghasni.

US-Präsident Joe Biden hat einen vollständigen Truppenabzug aus Afghanistan bis spätestens 11. September angekündigt, dem 20. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington, die Ausgangspunkt der US-Intervention in Afghanistan waren. Die US-Armee hat bereits mehrere Militärstützpunkte an die afghanischen Streitkräfte übergeben.

Der US-Sondergesandte Khalilzad sicherte Präsident Aschraf Ghani am Sonntag zu, dass es auch nach dem Abzug jährliche Hilfszahlungen von 3,3 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) für die afghanischen Sicherheitskräfte geben werde, wie die afghanische Präsidentschaft mitteilte.

(V.Sørensen--DTZ)

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