Deutsche Tageszeitung - Österreichische FPÖ nominiert Rechtsaußen Kickl als neuen Parteichef

Österreichische FPÖ nominiert Rechtsaußen Kickl als neuen Parteichef


Österreichische FPÖ nominiert Rechtsaußen Kickl als neuen Parteichef
Österreichische FPÖ nominiert Rechtsaußen Kickl als neuen Parteichef / Foto: ©

Der frühere österreichische Innenminister Herbert Kickl ist als neuer Chef der rechtspopulistischen Partei FPÖ nominiert worden. Der Parteivorstand votierte am Montag einstimmig für den 52-jährigen Vertreter des radikalen Flügels als neuen Vorsitzenden. Der bisherige Parteichef Norbert Hofer war vor einer Woche nach monatelangem parteiinternen Streit zurückgetreten. Kickl versprach nach der Nominierung einen "Neustart".

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Kickl war während der Koalition aus der konservativen ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz und seiner FPÖ von 2017 bis 2019 Innenminister und fiel in dieser Zeit durch islamfeindliche Rhetorik auf. In den vergangenen Monaten machte er vor allem gegen die Corona-Maßnahmen Front und hielt Reden bei Anti-Lockdown-Demos.

Die ÖVP-FPÖ-Koalition war 2019 nach dem als "Ibiza-Affäre" bekannt gewordenen Skandal um ein heimlich auf Ibiza gedrehtes Enthüllungsvideo zerbrochen. Dieses zeigt, wie der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache vor der Parlamentswahl 2017 einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte im Gegenzug für Wahlkampfhilfe Staatsaufträge in Aussicht stellte.

Bei der Parlamentswahl im selben Jahr kam die FPÖ auf lediglich 16 Prozent, inzwischen liegt sie in Umfragen bei rund 20 Prozent. Bei einem Parteitag in rund zwei Wochen soll Kickl formell zum neuen Parteichef gewählt werden.

Die AfD-Spitzenkandidaten Alice Weidel und Tino Chrupalla gratulierten Kickl zu seiner Nominierung. Beide erklärten, sie freuten sich auf eine enge Zusammenarbeit und sähen "große inhaltliche Schnittmengen in der politischen Ausrichtung".

(A.Nikiforov--DTZ)

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