Deutsche Tageszeitung - Biden widerruft Maßnahmen Trumps gegen Tiktok und WeChat

Biden widerruft Maßnahmen Trumps gegen Tiktok und WeChat


Biden widerruft Maßnahmen Trumps gegen Tiktok und WeChat
Biden widerruft Maßnahmen Trumps gegen Tiktok und WeChat / Foto: ©

US-Präsident Joe Biden hat die Maßnahmen seines Vorgängers Donald Trump gegen Tiktok, WeChat und acht weitere chinesische Apps widerrufen. Statt die beliebten Apps zu verbieten, werde die Regierung die Risiken für "die Nationale Sicherheit und das amerikanische Volk" überprüfen, die von ausländischen Apps ausgehen, erklärte das Weiße Haus am Mittwoch. Das Dekret fordert zudem das Handelsministerium und andere Bundesbehörden auf, Richtlinien zum Schutz persönlicher Daten vor Missbrauch zu entwickeln.

Textgröße ändern:

Die Trump-Regierung hatte Tiktok, WeChat und die anderen Apps als "nationales Sicherheitsrisiko" eingestuft. Hintergrund sind Befürchtungen, dass Daten von US-Nutzern bei der chinesischen Regierung landen könnten.

Trump hatte einen Verkauf der zum chinesischen Internetkonzern Bytedance gehörenden Plattform Tiktok erzwingen wollen, die mit Kurzvideos enorm populär geworden ist. Die Fristen wurden aber immer wieder verschoben, außerdem klagte Tiktok erfolgreich vor US-Gerichten. Im Februar legte die Biden-Regierung das Vorhaben dann auf Eis.

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit verbot Trump dann per Dekret weitere chinesische Apps, die in den USA in hoher Zahl heruntergeladen werden. Das Verbot sollte allerdings erst nach dem Amtsantritt seines Nachfolgers Biden in Kraft treten.

Tiktok soll weltweit etwa eine Milliarde Nutzer haben, darunter mehr als 100 Millionen in den USA. Die Video-App ist besonders bei jungen Smartphone-Nutzern beliebt. WeChat ist eine ebenfalls äußerst populäre "Super-App", die außer für Chats auch zum Bezahlen, für E-Commerce oder zum Nachrichten-Lesen genutzt werden kann. Betrieben wird sie von dem chinesischen Tech-Giganten Tencent.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Demonstranten in Israel fordern Zusammenarbeit von Opposition mit arabischen Parteien

In Israel haben hunderte Menschen nach der Parlamentswahl eine Zusammenarbeit der Opposition mit arabischen Parteien gefordert, um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von der Macht zu verdrängen. In Tel Aviv gingen die Demonstranten am Samstagabend mit Plakaten mit Aufschriften wie "Araber und Juden werden nur zusammen gewinnen" und "Es gibt eine Mehrheit für den Wandel" auf die Straße.

Mehr als 500 Festnahmen am Rande von Protesten in Frankreich

Bei Ausschreitungen am Rande der landesweiten Proteste in Frankreich sind mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sprach am Samstagabend von 520 Festnahmen. Die Zahl dürfte demnach im Verlauf des Abends noch steigen.

US-Außenminister: Trump hat noch keine Entscheidung über neue Iran-Angriffe getroffen

US-Präsident Donald Trump hat nach Worten seines Außenministers Marco Rubio noch keine Entscheidung über mögliche neue Angriffe auf den Iran getroffen. "Wir können militärische Ziele erreichen, wenn wir das wollen", sagte Rubio am Samstag bei einer Pressekonferenz beim G20-Außenministertreffen in der US-Großstadt Atlanta. "Er (Trump) hat noch keine Entscheidung getroffen." Die USA würden das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Evakuierte aus umkämpfter ukrainischer Stadt Oleschky zurück bei ihren Angehörigen

Inmitten einer Feuerpause sind Einwohner der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky über Russland und Belarus evakuiert worden und zu ihren Angehörigen zurückgekehrt. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, überquerten die Menschen am Samstag die ukrainische Grenze in der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Die Feuerpause läuft noch bis Sonntagabend.

Textgröße ändern: