Deutsche Tageszeitung - Türkischer Präsident Erdogan besucht Stadt Schuscha in Berg-Karabach

Türkischer Präsident Erdogan besucht Stadt Schuscha in Berg-Karabach


Türkischer Präsident Erdogan besucht Stadt Schuscha in Berg-Karabach
Türkischer Präsident Erdogan besucht Stadt Schuscha in Berg-Karabach / Foto: ©

Als symbolträchtiges Zeichen der Solidarität mit Aserbaidschan hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Stadt Schuscha in der Konfliktregion Berg-Karabach besucht. Erdogan wurde am Dienstag auf dem Hauptplatz von Schuscha mit militärischem Zeremoniell begrüßt, wie Bilder im aserbaidschanischen Staatssender AzTV zeigten. Anschließend stand ein Treffen mit dem aserbaidschanischen Staatschef Ilham Alijew auf dem Programm des türkischen Präsidenten.

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Schuscha war während des im vergangenen Herbst aufgeflammten Konfliktes zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Kaukasusregion Berg-Karabach heftig umkämpft. Die strategisch wichtige Stadt wurde im November dann von den aserbaidschanischen Truppen erobert - dies war ein Wendepunkt in den Gefechten, in denen die armenischen Streitkräfte unterlagen.

Bei den sechswöchigen Kämpfen in Berg-Karabach im Herbst wurden mehr als 6000 Menschen getötet. Der Konflikt endete mit einer von Russland vermittelten Waffenstillstandsvereinbarung.

Armenien musste große Gebiete an Aserbaidschan abtreten, darunter Schuscha. Die Hügelstadt liegt an einer strategisch wichtigen Hauptstraße in der Südkaukasus-Region und 15 Kilometer von der Regionalhauptstadt Stepanakert entfernt.

Die Türkei ist seit vielen Jahren ein enger Verbündeter Aserbaidschans. So hat die Türkei über die Jahre hinweg die aserbaidschanische Armee aufgerüstet und trainiert. Während der Kämpfe im Herbst 2020 wurde der Türkei vorgeworfen, Söldner nach Berg-Karabach entsandt zu haben. Dies wurde von Ankara bestritten.

Berg-Karabach hatte während des Zerfalls der Sowjetunion einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Darauf folgte in den 90er Jahren ein Krieg mit 30.000 Toten. Die selbsternannte Republik Berg-Karabach wird bis heute international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans. Sie wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt.

(V.Korablyov--DTZ)

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