Deutsche Tageszeitung - Französische Regierung: Rund 20 Staaten sagen Hilfen für Libanons Armee zu

Französische Regierung: Rund 20 Staaten sagen Hilfen für Libanons Armee zu


Französische Regierung: Rund 20 Staaten sagen Hilfen für Libanons Armee zu
Französische Regierung: Rund 20 Staaten sagen Hilfen für Libanons Armee zu / Foto: ©

Rund 20 Staaten haben nach französischen Angaben bei einer virtuellen Konferenz Nothilfen für die libanesische Armee zugesagt. Die Streitkräfte des Libanon seien "essenziell für die Stabilität" des Landes, erklärte das Verteidigungsministerium in Paris am Donnerstag zu den Hilfszusagen. Zu deren Höhe machte das Ministerium keine Angaben.

Textgröße ändern:

Das französische Verteidigungsministerium hatte die internationale Geberkonferenz für die libanesische Armee organisiert. Dabei ging es nicht um Waffenlieferungen, sondern vor allem um die humanitäre Versorgung der Soldaten. Das libanesische Militär hatte nach Angaben eines Armeevertreters dringenden Bedarf an Grundnahrungsmitteln wie Milch und Mehl sowie an Medikamenten und Ersatzteilen angemeldet.

Durch den massiven Wertverlust des libanesischen Pfunds reiche der Sold der Soldaten nicht mehr aus, sagte der Armeevertreter. Nach Angaben der Weltbank steckt der Libanon, der im August von einer verheerenden Explosion im Hafen von Beirut erschüttert worden war, in einer der weltweit schwersten Wirtschaftskrisen seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die Landeswährung hat 90 Prozent ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar eingebüßt. Arbeitslosigkeit und Armut sind rasant angestiegen, 55 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsschwelle. Hinzu kommen Engpässe bei der Treibstoff-Versorgung. Die Krise bedroht auch die Einsatzfähigkeit der Armee, deren Budget für die Instandhaltung der Ausrüstung zusammenschrumpfte.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Ausschreitungen nach "GenZ"-Protesten: Dobrindt lobt Polizeikonzept

Trotz Ausschreitungen in einzelnen Städten ist die Strategie deutscher Sicherheitskräfte bei den "GenZ"-Protesten nach einer ersten Einschätzung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) aufgegangen. "Gewaltexzesse wie in Paris wurden dank unserer hoch engagierten Polizeikräfte verhindert", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung am Sonntag. "Das Einsatzkonzept der Polizei mit massiver Präsenz und dezentraler Kräfteaufstellung ist aufgegangen", fügte er hinzu.

Rubio: USA waren "nicht direkt" an Bolsonaro-Flucht aus Brasilien beteiligt

US-Außenminister Marco Rubio hat eine Beteiligung Washingtons an der Flucht des bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegenen Kandidaten Flávio Bolsonaro bestritten. "Die US-Regierung war nicht direkt beteiligt" an den Vorkehrungen, die Bolsonaro für seine Ausreise aus Brasilien getroffen habe, sagte Rubio am Samstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz beim G20-Außenministertreffen in Atlanta.

Stichwahl ums Präsidentenamt in Bulgarien begonnen

Vor dem Hintergrund einer Reihe von Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer hat in Bulgarien die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Die Wahllokale in dem osteuropäischen Land öffneten am Sonntag um 7.00 Uhr (Ortszeit, 6.00 Uhr MEZ) und bleiben bis 20.00 Uhr geöffnet. Die russlandfreundliche derzeitige Präsidentin Ilijana Jotowa steht ihrem prowestlichen Herausforderer Andrej Gjurow gegenüber.

Stichwahl ums Präsidentenamt in Bulgarien

In Bulgarien entscheidet sich am Sonntag in einer Stichwahl, wer künftig an der Spitze des Staates steht. Die russlandfreundliche derzeitige Präsidentin Ilijana Jotowa steht dabei ihrem prowestlichen Herausforderer Andrej Gjurow gegenüber. Im ersten Durchgang vor einer Woche lag Jotowa mit 35 Prozent der Stimmen nur knapp vor Gjurow, der auf 32 Prozent kam.

Textgröße ändern: