Deutsche Tageszeitung - Merkel und EU-Kollegen fordern vor Gipfel Respekt für LGBTI-Rechte

Merkel und EU-Kollegen fordern vor Gipfel Respekt für LGBTI-Rechte


Merkel und EU-Kollegen fordern vor Gipfel Respekt für LGBTI-Rechte
Merkel und EU-Kollegen fordern vor Gipfel Respekt für LGBTI-Rechte / Foto: ©

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und 16 weitere Staats- und Regierungschefs haben vor ihrem Gipfel gefordert, die Rechte sexueller Minderheiten zu schützen. "Wir müssen den Kampf gegen die Diskriminierung der LGBTI-Gemeinschaft fortsetzen und bekräftigen unsere Verteidigung ihrer grundlegenden Rechte", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben. Anders als eine vorangegangene gemeinsame Erklärung der Regierungen findet sich darin aber kein direkter Verweis auf das umstrittene ungarische Homosexuellen-Gesetz.

Textgröße ändern:

Am Dienstag hatten 17 der 27 EU-Länder einschließlich Deutschlands die EU-Kommission aufgefordert, umgehend gegen das umstrittene ungarische Gesetz vorzugehen, das die Information über Homo- und Transsexualität beschränkt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte es darauf als "Schande" bezeichnet und angekündigt, mit allen ihr zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln dagegen vorzugehen.

Das Thema wird auch den EU-Gipfel beschäftigen, der am Nachmittag beginnt. Ein EU-Vertreter ging am Mittwoch davon aus, dass mehrere Staats- und Regierungschefs das ungarische Gesetz ansprechen werden. Das neue Schreiben der Staats- und Regierungschefs richtete sich nun an EU-Ratspräsident Charles Michel, von der Leyen und UN-Generalsekretär António Guterres.

Neben Merkel unterzeichneten das neue Schreiben ihre Kolleginnen und Kollegen aus Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Spanien, Schweden und Zypern. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz schloss sich nach Angaben von Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel erst im Nachhinein an. Litauens Präsident Gitanas Nauseda, dessen Land das erste Schreiben zu Ungarn mitgetragen hatte, fehlte.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa siegt bei Präsidentenwahl in Bulgarien

Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa bleibt Präsidentin von Bulgarien. Die Staatschefin, die sich für einen Dialog mit Moskau und gegen Militärhilfen für die Ukraine ausspricht, setzte sich in der Stichwahl am Sonntag laut Prognosen klar gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Jotowa kam demnach auf zwischen 52,5 und 59 Prozent, Gjurow auf zwischen 38 und 44 Prozent.

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa gewinnt Präsidentschaftswahl in Bulgarien

Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa hat die Präsidentschaftswahl in Bulgarien Prognosen zufolge gewonnen. Die 62-Jährige setzte sich in der Stichwahl am Sonntag laut Nachwahlbefragungen klar gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Jotowa kam demnach auf zwischen 50,7 und 52,5 Prozent, Gjurow auf zwischen 43,4 und 44 Prozent.

Vermögen und Onlineaktivitäten: China verstärkt Kontrolle von Partei-Funktionären

Die Kommunistische Partei Chinas will die Aufsicht über ihre Funktionäre verschärfen, indem sie deren Vermögen und Onlineaktivitäten genau untersucht. Dies geht aus einem Dokument hervor, das die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag nach Abschluss der Sitzung des Zentralkomitees der Partei in Peking veröffentlichte. In der mehrtägigen Sitzung war es vor allem um Führungsverhalten und den Kampf gegen Korruption gegangen.

Massive Gewalt nach "GenZ-Protesten" - Plünderungen in Frankfurt am Main

Die Befürchtungen vor Gewalt rund um die bundesweiten "GenZ"-Protesten haben sich teilweise bestätigt. In Frankfurt am Main kam es in der Nacht zu Sonntag nach Behördenangaben zu massiven Angriffen auf Einsatzkräfte und der Plünderung mehrerer Geschäfte, der hessische Innenminister Roman Poseck (CDU) machte gewaltbereite Störer mit Migrationshintergrund verantwortlich. Auch in Köln und Hamburg kam es nach Angaben der Polizei zu Ausschreitungen.

Textgröße ändern: