Deutsche Tageszeitung - Kommunen fordern mehr Geld vom Bund für Klimaschutz

Kommunen fordern mehr Geld vom Bund für Klimaschutz


Kommunen fordern mehr Geld vom Bund für Klimaschutz
Kommunen fordern mehr Geld vom Bund für Klimaschutz / Foto: ©

Nach der Verabschiedung des neuen Klimaschutzgesetzes durch den Bundestag fordern die Kommunen mehr Geld vom Bund für die zum Erreichen der schärferen Emissionsziele erforderlichen Maßnahmen. Die Finanzierung dieser konkreten Umsetzungsschritte sei noch unklar, kritisierte der Deutsche Städte- und Gemeindebund - erst recht angesichts des Wegbrechens von Steuereinnahmen.

Textgröße ändern:

"Die Zielsetzung, dass Deutschland 2045 klimaneutral sein soll, ist richtig", betonte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Freitag. Allerdings bedeute dies für die Städte und Gemeinden mit ihren tausenden Gebäuden, dass sie nun "hier entsprechende energetische Sanierungen zum Beispiel durch Solardächer" vornehmen müssten.

Die Kommunen hätten aber ohnehin schon einen Investitionsrückstand von 149 Milliarden Euro, allein bei den öffentlichen Verwaltungsgebäuden seien es 16,4 Milliarden Euro. Landsberg forderte daher ein "Klimaschutzbeschleunigungsgesetz". Dazu gehörten auch Erleichterungen in Planungs- und Genehmigungsverfahren, etwa ein "Verzicht auf die naturschutzrechtliche Ausgleichsregelung, wenn eine Maßnahme dem Klimaschutz dient".

Das neue Klimaschutzgesetz, das bereits an diesem Freitag auch den Bundesrat passieren soll, schreibt vor, dass die CO2-Emissionen in Deutschland bis 2030 um 65 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 sinken müssen, bis 2040 dann um 88 Prozent. Spätestens 2045 soll Klimaneutralität erreicht sein.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Antisemitismusbeauftragter Klein fordert "echte Gestaltungsrechte" für das Amt

Der scheidende Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat mehr Kompetenzen für das Amt gefordert. Der Beauftragte brauche "echte Gestaltungsrechte", sagte Klein dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Samstag. "Wenn beispielsweise im Familienministerium über Förderprogramme gegen Antisemitismus entschieden wird, sollte er mit Stimmrecht am Tisch sitzen."

Wadephul sagt Ukraine Hilfe zur Vorbereitung auf den Winter zu

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der Ukraine bei seinem Besuch in Kiew weitere deutsche Hilfe zur Vorbereitung auf den kommenden Winter zugesagt. "Die russischen Angriffe attackieren gezielt zivile Infrastruktur wie Strom- und Wärmeversorgung. Deshalb denken wir schon jetzt an den Winter", erklärte Wadephul am Samstag im Onlinedienst X. Die Bundesregierung arbeite daran, die Ukraine bei der "Wintervorsorge" zu unterstützen.

Umfrage vor Abgeordnetenhauswahl sieht Linke in Berlin klar vorn

Vier Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine Umfrage die Linke klar in Führung. Die Partei mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp kommt in der am Samstag veröffentlichten Befragung des Instituts Forsa für das Portal t-online auf 22 Prozent. Den zweiten Platz teilen sich die regierende CDU und die AfD mit jeweils 18 Prozent.

Wadephul-Besuch in Kiew: Tägliche Bilder der Zerstörung dürfen niemanden kalt lassen

Nur wenige Stunden nach den neuen tödlichen russischen Angriffen auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine ist Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zu einem Solidaritätsbesuch in Kiew eingetroffen. "In den Tagen des 35. Unabhängigkeitstags der Ukraine ist es mir ein persönliches Anliegen, mir selbst ein Bild vor Ort zu machen", sagte der Minister nach Angaben des Auswärtigen Amts am Samstag bei seiner Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt. Die täglichen Bilder der Zerstörung dürften "niemanden kalt lassen".

Textgröße ändern: