Deutsche Tageszeitung - Grüne legen drei Monate vor Bundestagswahl in "Deutschlandtrend" wieder zu

Grüne legen drei Monate vor Bundestagswahl in "Deutschlandtrend" wieder zu


Grüne legen drei Monate vor Bundestagswahl in "Deutschlandtrend" wieder zu
Grüne legen drei Monate vor Bundestagswahl in "Deutschlandtrend" wieder zu / Foto: ©

Drei Monate vor der Bundestagswahl haben die Grünen im ARD-"Deutschlandtrend" wieder zugelegt. Sie verbesserten sich in der am Freitag veröffentlichten Umfrage des Instituts Infratest dimap leicht um einen Punkt auf 21 Prozent. Im ebenfalls am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" blieben die Grünen unverändert bei 22 Prozent.

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In der Kanzler-Frage liegt demnach CDU-Chef Armin Laschet vor SPD-Kandidat Olaf Scholz und der Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock. Große Unterschiede bei der Präferenz gibt es bei jungen und alten Wählern.

Klar vorn bleibt in beiden Umfragen drei Monate vor der Bundestagswahl die Union. Im "Politbarometer" legten CDU und CSU um einen Punkt zu auf 29 Prozent, im "Deutschlandtrend" erreichten sie unverändert 28 Prozent.

Gegenläufige Zahlen gibt es für die SPD. Im "Politbarometer" sackte sie um einen Punkt ab auf 14 Prozent. Im "Deutschlandtrend" legten die Sozialdemokraten dagegen um einen Punkt zu auf 15 Prozent.

Die FDP erreicht im "Deutschlandtrend" elf Prozent (minus eins), im "Politbarometer" zehn Prozent (unverändert). Die AfD bleibt im "Deutschlandtrend" bei zwölf Prozent, im "Politbarometer" erreicht sie zehn Prozent (minus eins). Die Linke erreicht im "Politbarometer" unverändert sieben Prozent, im "Deutschlandtrend" sechs Prozent (minus eins).

Rechnerisch möglich wären nach beiden Umfragen eine schwarz-grüne Koalition oder auch ein Dreierbündnis aus CDU/CSU, SPD und FDP. Laut "Deutschlandtrend" hätte auch ein Bündnis aus Grünen, SPD und FDP eine knappe Mehrheit.

Drei Monate vor der Bundestagswahl ist für einen Großteil (80 Prozent) der Befragten des "Politbarometers" der Ausgang der Abstimmung noch unklar. Damit ist das Rennen derzeit für deutlich mehr Befragte offen, als dies im gleichen Zeitraum vor der letzten Bundestagswahl 2017 der Fall war. Ende Juni vor vier Jahren meinten 60 Prozent, es sei keineswegs klar, wer gewinnt. 39 Prozent hielten den Ausgang der Wahl damals für entschieden. Nach ihrer persönlichen Einschätzung gefragt, würden momentan 61 Prozent auf die CDU/CSU als Sieger setzen, neun Prozent auf die Grünen und drei Prozent auf die SPD.

Bei der Frage nach dem künftigen Kanzler oder der Kanzlerin liegt Laschet mit 34 Prozent vor Scholz, für den sich 26 Prozent entscheiden würden und Baerbock, die 24 Prozent bevorzugen. In der eigenen Anhängerschaft sprechen sich mehr als vier von fünf Befragten für Scholz beziehungsweise Baerbock aus. Laschet wollen knapp drei Viertel der CDU/CSU-Anhänger.

Große Unterschiede in den Präferenzen zeigen sich allerdings zwischen jüngeren und älteren Befragten: Während sich die meisten unter 30-Jährigen (56 Prozent) Baerbock als Kanzlerin wünschen, sind in dieser Altersgruppe nur 19 Prozent für Laschet und 14 Prozent für Scholz. Bei den ab 60-Jährigen liegen Laschet (42 Prozent) und Scholz (34 Prozent) klar vor Baerbock (elf Prozent).

Für den "Deutschlandtrend" befragte Infratest dimap am Dienstag und Mittwoch 1217 Wahlberechtigte. Für das "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1271 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde jeweils mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

(U.Beriyev--DTZ)

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