Deutsche Tageszeitung - Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma

Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma


Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma
Hunderte protestieren gegen Inhaftierung von Südafrikas Ex-Präsident Zuma / Foto: ©

Hunderte Anhänger des früheren südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma haben am Samstag vor dessen Anwesen in Nkandla gegen seine bevorstehende Inhaftierung protestiert. Nach einer Verurteilung durch das Verfassungsgericht wegen Missachtung der Justiz muss Zuma am Sonntag eine 15-monatige Haftstrafe antreten. Der 79-Jährige war trotz gerichtlicher Vorladungen mehrfach den Anhörungen einer Anti-Korruptions-Kommission ferngeblieben, die zu Korruptionsvorwürfen aus seiner neunjährigen Amtszeit ermittelt.

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Sollte Zuma seine Haft am Sonntag nicht antreten, droht ihm die Verhaftung durch die Polizei. Da er gegen das Urteil nicht in Berufung gehen kann, beantragte der Ex-Präsident am Freitag die Annullierung der Gerichtsentscheidung. Das Gericht wird das Urteil in einer Anhörung am 12. Juli noch einmal überprüfen, wie aus der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Gerichtsunterlagen hervorgeht. Laut dem Verfassungsrechtsexperten Lawson Naidoo muss Zuma nach derzeitigem Stand aber dennoch seine Haft antreten.

Zumas Unterstützer, die überwiegend dem militanten Arm der Regierungspartei ANC, Umkhonto we Sizwe ("Speer der Nation"), angehören, campieren seit Wochen vor dem Haus des Ex-Präsidenten in der Provinz KwaZulu-Natal. Mit traditionellen Leopardenfellen und Straußenfedern geschmückte und mit Speeren und Knüppeln ausgestattete Zulu-Krieger marschierten am Samstag durch die Straßen von Nkandla und sangen Loblieder auf Zuma.

"Der Grund, warum ich hier bin ist, weil ich Zuma liebe", sagte ein Unterstützer AFP. "Als er an der Spitze war, hatten wir keine Stromprobleme, es gab keinen Lockdown oder Corona." Die Lage ist seit Zumas Verurteilung angespannt, die Veteranenvereinigung MKMVA hat im Fall seiner Verhaftung mit einer Destabilisierung des Landes gedroht. Die ANC schickte eine Abordnung in die Provinz, um die Wogen zu glätten. Zudem wurde die Polizeipräsenz verstärkt.

(A.Nikiforov--DTZ)

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