Deutsche Tageszeitung - Steinmeier: Neue Regierung braucht "viel Mut" für Entscheidungen zum Klimaschutz

Steinmeier: Neue Regierung braucht "viel Mut" für Entscheidungen zum Klimaschutz


Steinmeier: Neue Regierung braucht "viel Mut" für Entscheidungen zum Klimaschutz
Steinmeier: Neue Regierung braucht "viel Mut" für Entscheidungen zum Klimaschutz / Foto: ©

Angesichts des enormen politischen und gesellschaftlichen Veränderungsbedarfs im Kampf gegen den Klimawandel trägt die künftige deutsche Regierung nach Überzeugung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine immense Verantwortung. "Da ist viel Mut erforderlich für diejenigen, die nach dem September Regierungsverantwortung übernehmen", sagte Steinmeier in einem Interview mit der ZDF-Sendung "Berlin direkt", das am Sonntagabend ausgestrahlt werden sollte.

Textgröße ändern:

"Wir werden uns ganz stark verändern müssen", sagte Steinmeier insbesondere mit Blick auf den Klimaschutz. Er verwies zugleich auch auf Herausforderungen wie die Bewältigung der Folgen der weltweiten Corona-Pandemie und die dynamisch voranschreitende Digitalisierung. Zusammengenommen stellten diese Entwicklungen eine gewaltige Herausforderung dar, die alle Bereiche umfasse.

Das Ziel einer Klimaneutralität etwa erfordere nicht weniger als eine "Transformation der Gesellschaft", sagte der Präsident. Betroffen seien alle gesellschaftlichen Sektoren von Wohnen und Bauen über die Mobilität bis hin zu Schulen und Landwirtschaft. Die Dynamik der Veränderung werde dabei enorm sein. "Alles das unterschätzen wir, glaube ich", fügte er an.

Steinmeier mahnte die Politik dabei auch vor einer Überforderung der Gesellschaft. Erfolgreiche Klimaschutzpolitik müsse sich in einem "strategischen Dreieck" aus effektivem Klimaschutz, einer funktionierenden Wirtschaft und gesellschaftlichem Zusammenhalt bewegen. Innerhalb dieser Konstellation müssten auf dem Weg zur Klimaneutralität "die entscheidenden Weichen" gestellt werden, "ohne die Gesellschaft auf diesem Weg zu verlieren", betonte der Bundespräsident.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa klare Siegerin bei Präsidentenwahl in Bulgarien

Richtungsentscheidung bei der Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa hat die Stichwahl in dem EU- und Nato-Mitgliedsland am Sonntag klar für sich entschieden. Laut Prognosen setzte sich die Staatschefin mit deutlichem Vorsprung gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Dieser räumte noch am Wahlabend seine Niederlage ein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Jotowa zu ihrem Wahlsieg.

"Heat"-Regisseur Michael Mann verletzt sich versehentlich mit Schusswaffe

Hollywood-Regisseur Michael Mann ist berühmt für spektakuläre Schusswechsel in Thrillern wie "Heat" und "Collateral". Jetzt hat sich der 83-jährige Filmemacher selbst versehentlich mit einer Schusswaffe leicht verletzt. Wie Manns Agent am Sonntag mitteilte, löste sich an einem Schießstand in Los Angeles ein Schuss aus einer Waffe, die der Regisseur im Halfter trug. Mann habe eine "oberflächliche Verletzung" erlitten und sei medizinisch behandelt worden.

Textgröße ändern: