Deutsche Tageszeitung - Bundesregierung will Astrazeneca-Lieferungen an Drittstaaten abgeben

Bundesregierung will Astrazeneca-Lieferungen an Drittstaaten abgeben


Bundesregierung will Astrazeneca-Lieferungen an Drittstaaten abgeben
Bundesregierung will Astrazeneca-Lieferungen an Drittstaaten abgeben / Foto: ©

Die Bundesregierung will im Laufe des August alle weiteren Lieferungen mit dem Impfstoff Astrazeneca an Drittländer abgeben. Das hat das Bundeskabinett nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch beschlossen. Zum Auftakt sollen mindestens 500.000 Dosen der Initiative Covax für die globale Verteilung von Covid-19-Impfstoffen zur Verfügung gestellt werden.

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Bis Ende des Jahres sollen dann mindestens 30 Millionen Impfdosen der Hersteller Astrazeneca sowie Johnson & Johnson unentgeltlich an Drittstaaten abgegeben werden - insbesondere an Entwicklungsländer. Zeitpunkt und Umfang der Abgabe werden demnach abhängig von der nationalen Versorgungslage bestimmt.

Der Großteil der Impfstoffdosen - mindestens 80 Prozent - wird über Covax weitestgehend ohne regionale Vorfestlegung verteilt. Der Rest soll bilateral unter anderem an Staaten des Westbalkans abgegeben werden. Für die dortigen Länder sind dabei bis zu drei Millionen Impfdosen vorgesehen. Die Aufteilung der abzugebenden Impfdosen wird zu den jeweiligen Abgabezeitpunkten gemäß der dann vorliegenden Bedarfe festgelegt.

Die Bundesregierung verweist in ihrem Beschluss darauf, dass die Versorgungslage mit Impfstoffen sich in Deutschland aktuell verbessert habe, international aber weiterhin sehr kritisch sei. Durch die Impfkampagne von Covax sollen bis Ende 2021 mindestens 20 Prozent der Weltbevölkerung versorgt werden. "Die Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen durch Covax ist der richtige Ansatz, um eine effiziente weltweite Impfstoffversorgung sicherzustellen", heißt es in dem Beschluss.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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