Deutsche Tageszeitung - Bericht: Nahrungsmittelknappheit hat 2020 weltweit dramatisch zugenommen

Bericht: Nahrungsmittelknappheit hat 2020 weltweit dramatisch zugenommen


Bericht: Nahrungsmittelknappheit hat 2020 weltweit dramatisch zugenommen
Bericht: Nahrungsmittelknappheit hat 2020 weltweit dramatisch zugenommen / Foto: ©

Die Nahrungsmittelknappheit in vielen Teilen der Welt hat sich im Jahr 2020 aufgrund einer Kombination von Faktoren dramatisch verschlimmert. Fast sechs Mal so viele Menschen wie noch 2019 hätten vergangenes Jahr Hunger gelitten, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Hilfsorganisation Oxfam. Neben der Corona-Pandemie sind demnach vor allem Konflikte und der Klimawandel für diese Entwicklung verantwortlich.

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"Wir erleben derzeit eine Überlagerung von Krisen: unaufhörliche Konflikte, die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 und eine Klimakrise, die außer Kontrolle gerät", erklärte Hélène Botreau, Referentin für Ernährungssicherheit und Landwirtschaft bei Oxfam Frankreich. Insgesamt sind dem Bericht zufolge 155 Millionen Menschen von Nahrungsmittelknappheit betroffen. Das entspreche "der Bevölkerung von Frankreich, Deutschland und Belgien zusammen".

Konflikte und Kriege bleiben demnach die Hauptursache für Hungersnöte. Zwei von drei Hungernden leben in Ländern, in denen Krieg herrscht. Hinzu kommen die "massiven Auswirkungen" wirtschaftlicher Schocks, "verschärft durch die Coronavirus-Pandemie". "Massenarbeitslosigkeit und eine stark gestörte Nahrungsmittelproduktion haben zu einem 40-prozentigen Anstieg der Weltmarktpreise für Nahrungsmittel geführt, dem höchsten Anstieg seit über einem Jahrzehnt", erklärte Oxfam.

(W.Novokshonov--DTZ)

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