Deutsche Tageszeitung - Spanien nun Corona-Risikogebiet und Zypern Hochinzidenzgebiet

Spanien nun Corona-Risikogebiet und Zypern Hochinzidenzgebiet


Spanien nun Corona-Risikogebiet und Zypern Hochinzidenzgebiet
Spanien nun Corona-Risikogebiet und Zypern Hochinzidenzgebiet / Foto: ©

Spanien gilt seit Sonntag als Corona-Risikogebiet. Das Mittelmeerland Zypern wird jetzt sogar als Hochinzidenzgebiet mit einem besonders hohen Corona-Infektionsrisiko eingestuft. Dies hat auch Auswirkungen auf die Quarantäneregeln für Urlauber - allerdings hat die Einstufung als Risikogebiet wie im Fall von Spanien in der Regel praktisch nur wenige Konsequenzen.

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Das Robert-Koch-Institut hatte am Freitag angekündigt, dass ganz Spanien einschließlich der Balearen und Kanaren wegen steigender Corona-Zahlen als Risikogebiet eingestuft wird. Spanien-Rückkehrer müssen eine digitale Einreiseanmeldung vornehmen. Zudem bringt die Einstufung als Risikogebiet zwar grundsätzlich eine Quarantänepflicht mit sich. Diese kann aber durch ein negatives Testergebnis beziehungsweise einen Genesenen - oder Impfnachweis vermieden werden.

Zypern-Urlauber müssen aufgrund der Einstufung als Hochinzidenzgebiet nach der Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne gehen, die sie aber nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beenden können.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), wertete die Einstufung von Spanien als Corona-Risikogebiet als Sicherheitsmaßnahme für den gesamten Reiseverkehr. "Mir scheint das eine angemessene Maßnahme, damit Reisen weiterhin sicher bleibt", sagte Bareiß der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Die Bestimmungen der Einreiseverordnung dienten auch dazu, Menschen in der Pandemie das Reisen zu ermöglichen.

Praktisch bedeute die Einstufung als Risikogebiet derzeit lediglich, dass ein Test notwendig sei, um nicht in Quarantäne zu müssen, hob Bareiß hervor. Er lehnte zugleich Aufrufe ab, bestimmte Urlaubsländer zu meiden: "Wiederkehrende Panikmache zulasten der Reisenden und der Branche, sobald die Zahlen steigen, ist nicht angebracht."

Die Menschen könnten unter den gegebenen Bedingungen entscheiden, "wie und wo sie ihren Urlaub verbringen", sagte der Tourismusbeauftragte. "Vieles ist möglich und ich bin überzeugt, dass die Menschen diesen Sommer Erholung finden." Wichtig seien einheitliche Regelungen in Europa. "Wir sollten gemeinsam Vertrauen schaffen und auf gute Test- und Hygienekonzepte setzen", forderte Bareiß.

Auch Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI sieht kaum Konsequenzen für deutsche Spanien-Urlauber. "Praktische Folgen durch die neue Risikoeinschätzung ergeben sich für Urlauber in Spanien kaum", sagte Deutschland-Chef Marek Andryszak der "Bild am Sonntag". Wer mit dem Flugzeug aus Mallorca nach Deutschland zurückkehre, führe wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung mit sich und unterliege dann keinen Einschränkungen.

(P.Tomczyk--DTZ)

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